Apple-Virus
- von wortkomplex
Aber Hallo!
Mit was überhaupt? Dem Apple-Virus, welcher nun auch Werbeblogger-Größe Patrick Breitenbach heimgesucht hat.
Ich liebe Macs. Sowieso. Einfaches und effizientes arbeiten, sieht gut aus. Und die kleinen, genialen Spielereien an ihm machen einfach das Leben schöner. Zum Beispiel die eingebaute iSight und PhotoBooth. Damit habe ich schon einige beknackte Fotostorys von mir geschossen, um jemand anderem den Tag zu verspaßen. Stichwort: “Akademiker beim Zähneputzen, boah ist das anstrengend.”
Seit zwei Jahren bin ich PC-clean. Ein schnuckliges 14″ iBook G4 seitdem mein eigen. Die Anschaffung eines MacBook Pros ist geplant, dazu gleich noch ein 20″ Cinema Display. Ich bin ein Nerd, keine Frage. Und ich bin Macianer durch und durch. Was das heißt? Ein Freund muss seit zwei Wochen auf sein MacBook Pro verzichten – einiges muss auf Garantie ausgetauscht werden. Trotzdem will ich das Ding auch haben!
Was es noch heißt? Ich schimpfe noch immer auf den Support diverser PC-Hersteller. Und das trotz meines Apple Support-Erlebnisses vor ein paar Tagen.
Mighty Mouse ohne Kabel. Geil, muss natürlich gleich bestellt werden. Maus ist da. Rechtsklick geht nicht. Also umtauschen. Im Paket natürlich kein Retourenschein. Wäre zu einfach. Ich habe es mit einer Mail versucht: Ob sie mir einfach schreiben könnten, wohin die Retour geht und was ich wo dazu schreiben muss. Antwort: Wenden sie sich an unsere Telefonhotline.
Aber klar, gerne. Ist ja schließlich Apple, die werden schon cool drauf sein. Pustekuchen. Erst durch drei Menüs klicken. Dann viele Minuten Warteschleife. Mit den Scorpions. Dann bei einem schlecht gelaunten Herren landen. Der konnte mein Rechtsklick-Problem nun so gar nicht verstehen. Schließlich sei Apple jahrzehntelang ohne zweite Maustaste ausgekommen. Aha. Fand ich ja auch stylish. Werde meine Eintasten BT-Mouse auch nie hergeben. Die Philosophie bringt mir aber für mein jetziges Problem rein gar nichts. Nun gut, die Web-Bestellnummer bitte. Und die Lieferreferenznummer. Hatte ich parat. An der könne er mich aber nicht identifizieren, ob ich auch noch andere Apple-Produkte hätte. Klar, mein iBook. Seriennummer? Wie, Seriennummer? Wieso braucht der die Seriennummer meines iBooks? Damit er die Mausbestellung mir zuordnen kann. Na dann. Noch Mal Web-Bestellnummer. Noch Mal Referenznummer. So, meine Maus wird jetzt zurück genommen, das Geld rückerstattet und er leitet mich an den Kollegen weiter, der die Retoure einleitet.
Halt, Stopp! Ich will die doch nur umtauschen. Ich will die doch gar nicht los werden – nur eine neue, die funktioniert. Zu spät. Wieder die Scorpions. Dumdidumm.
Oha, ein gut gelaunter Mitarbeiter. Ob ich auch mit einem Umtausch einverstanden sei? Sicher, das war mein Anliegen. Gut, dann gehe er jetzt zur Retourenmaschine und sei in drei Minuten mit der Nummer zurück. Die Maschine wird wohl selten genutzt, muss wohl erst Mal entstaubt werden. Dauert lange. Ein weiteres Mal die Scorpions. Dann die Nummer, die Anleitung zur Verwendung selbiger und die Absprache mit dem Spediteur. Bei Apple ist ja alles so einfach.
Insgesamt 30 Minuten. Mindestens 15 davon in Warteschleifen.
Zwei Tage später auch noch die Bitte per Mail zur Evaluation meines Telefonats mit dem TechSupport. Skala von 1 (sehr schlecht/sehr unwahrscheinlich) bis 10 (sehr gut/sehr wahrscheinlich). Zufriedenheit: 3. Wahrscheinlichkeit, bald wieder ein Apple-Produkt zu kaufen: 10
Wenn das nicht mal die Apple-Grippe ist.