Gedankenfetzen: Wohlfühlorte
- von wortkomplex
Schon lange habe ich mich nicht mehr so wohl und unbeschwert gefühlt, wie gerade. Dass nicht nur, weil ich nach langem Leiden endlich aus voller Überzeugung einer sehr schmerzvollen Beziehung entrinnen konnte. Sondern auch, weil ich gerade ein paar Tage das unglaublich schöne Wetter an der Kieler Förde genieße.
Kaum hier im Hauptbahnhof angekommen, wehte mir schon der Geruch des Wassers entgegen. Und nur wenige Minuten später gab es Essen mit Blick auf das Wasser. Man gebe mir Meer, man gebe mir Wind. Und ich fühle mich heimisch und wohl. Muss an meiner Kindheit liegen – der man ja nur schwer entkommen kann.
Aber ganz abseits dieser ironischen Anmerkung, könnte ich mir spontan vorstellen einfach hier zu bleiben. Segelboote, Yachten, eine sich neu erfindende Stadt, Bewegung und Abwechslung. Wasser, Wasser, Wasser, Wind. Und, ich gebe zu, Sonnenbrand. Schon am ersten Tag zwei Lieblingsplätze entdeckt, an denen ich viel Zeit verbringen könnte und möchte. In den nächsten Tagen kommen sicher noch einige hinzu.
Eines habe ich jedenfalls wieder festgestellt: Es gibt diese Wohlfühlorte im Leben. Zu denen man sofort eine Verbindung aufbaut. An denen auch an den grausten Alltags-Tagen alles in Ordnung zu sein scheint. Selbst wenn man sich nur daran zurück erinnern kann.