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Liebe Schweden…
- von wortkomplex
Ja, genau ihr, die ihr die Weltherrschaft mittels Kleidung und Möbeln erobern wollte, ihr seid gemeint. Ihr habt ja im Grunde die richtigen Ideen. Einrichtungsgegenstände kaufen zum Gesamterlebnis umzudefinieren hebt euch sehr von anderen Möbelhäusern ab. Das fällt jedem dann auf, wenn er sich mal wieder über “normale” Läden ärgern muss. Und einigermaßen günstige, moderne und streckenweise doch qualitative Mode anzubieten ist auch keine Selbstverständlichkeit. Im Grunde seid ihr da auch ziemlich ähnlich – der eine hat Ivar und Besta, der andere das Äquivalent in Pullover-Qualitäten. Muss so ein Schweden-Ding sein…
Was euch jetzt eigentlich nur fehlt, sind Kooperationen. Nein, nicht mit Schuhzauberern oder alternden Musikerinnen. Einfach nur miteinander. Ich habe die Schlagzeilen schon vor Augen: “IKEA stattet Filialen mit H&M-Kleidung aus” In den Pax-Aufbauten, den ganzen Kommoden und Nachtschränkchen, gibt es dann das komplette H&M-Sortiment zu besichtigen. Anprobe in plüschig ausgestatteten Separées mit gemütlichen Sesseln, Decken, Kissen und vielen Spiegeln. Ich kann mir nicht vorstellen, dass ihr da noch nicht drauf gekommen seid. Also packt eure Marketingverantwortlichen mal zusammen in einen Raum, versprochen?
Ich kaufe zwar bei beiden von euch nicht mehr so richtig viel – das Alter, ihr versteht. Aber das Konzept scheint mir ziemlich unterhaltsam zu sein. Und wenn ihr schon dabei seid, holt euch vielleicht noch Apple richtig ins Boot und nicht nur Plastikdummys – auch wenn die nicht aus Schweden kommen… vielleicht legen sie auch noch eine Augmented Reality-App oben drauf. Dann kann Google mit seinen Pinky & Brain-Fantasien einpacken.
IKEA kommt, IKEA kommt nicht… oder doch?
- von wortkomplex
Ich glaube nach wie vor nicht, dass IKEA und Göttingen das Dream-Team schlechthin wären. Da kann Herr Menschzweinull mir noch so viele Grafiken basteln (siehe hier: “Braucht Göttingen IKEA?”)*. Aber das Thema ist ein regionaler Dauerbrenner… und da ich ja wieder öfters bloggen soll…. nun ja, was tut man nicht alles…
Das Göttinger Tageblatt, lokales Meinungsführer-Medium, nahm sich jedenfalls abermals der Geschichte an. Heute sogar in einem “Tageblatt Spezial” auf Seite 11. Schweinegrippe muss wohl gerade aus gewesen sein… Und für alle, die das nette Blatt nicht haben, aber mal schauen wollen, gibt’s meine neue Serviceorientierung:
(Klick macht groß!)
Ein bisschen lustig finde ich den Satz “Die Expansionsabteilung von Ikea führt Göttingen inzwischen in Veröffentlichungen und im Internet als ‘Einrichtungshaus in Planung’.” Uiuiui… Harte Recherchen. Hatte vorher auch noch niiiiie jemand bemerkt. Oder… hm…. vielleicht: “Allerdings hilft wie so manches Mal ein Blick ins Internet. Und siehe da: Zwar ohne festen Termin aber dennoch präsent, reiht sich auch ein Standort Göttingen nach wie vor in die Reihe der geplanten IKEA-Projekte ein.”(Göttinger WirtschaftsDienst, Ausgabe 05/2009, Seite 4: Stadtgespräch)
Die ermüdende hochgradig abwechslungsreiche IKEA-Debatte in Göttingen geht jedenfalls weiter. Das Thema bleibt immer hübsch ein Seitenfüller beim Warten auf den ersten Schweinegrippe-Fall.
Eine tatsächlich launige Debatte gab es zu diesem Thema übrigens in den Kommentaren zu “Dilettantischer Regionalquark” beim hochgeschätzten Silencer.
*Nachtrag: Um Missverständnisse zu vermeiden, muss ich noch hinzufügen, dass M2.0s-Grafik natürlich erst einmal sehr plausibel wirkt. Deswegen möchte ich meine Forderung, diese mit Einwohnerzahlen und demografischer Struktur zu unterfüttern, an dieser Stelle noch einmal betonen.
