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	<title>wortkomplex &#187; Gastbeitrag</title>
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	<description>Das ganz persönliche Chaos.</description>
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		<title>out-of-date</title>
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		<comments>http://www.wortkomplex.net/2008/12/out-of-date/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 02 Dec 2008 18:35:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>menschzweinull</dc:creator>
				<category><![CDATA[Frauen, Männer & das ganze Leid der Welt]]></category>
		<category><![CDATA[Gastbeitrag]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Wahrheiten & Beobachtungen]]></category>
		<category><![CDATA[Dating]]></category>
		<category><![CDATA[Liebe]]></category>
		<category><![CDATA[Menschzweinull]]></category>

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		<description><![CDATA[Ein Gastbeitrag von menschzweinull
Prolog 1
Ich glaube nicht an demokratisches Design. Ebenso wenig glaube ich an individuelles Design. Ich glaube an diktatorisches Design, und bin dabei in bester Gesellschaft. Daher: Wer diesen Eintrag lesen will, muss vorher oben rechts die Farbe des Blogs auf “Vernunftsblau“ umstellen. Danke.
Prolog 2
In einer relevanten Rede hat Martin Walser eine nahezu [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft" title="m20" src="http://www.gravatar.com/avatar/24b51828c1c384dc45b75faffb7ad8e8?s=80&amp;d=monsterid&amp;r=G" alt="" width="80" height="80" /><em>Ein Gastbeitrag von </em><a title="Menschzweinull" href="http://menschzweinull.blogspot.com" target="_blank"><em>menschzweinull</em></a></p>
<p><strong>Prolog 1</strong></p>
<p>Ich glaube nicht an demokratisches Design. Ebenso wenig glaube ich an individuelles Design. Ich glaube an diktatorisches Design, und bin dabei in bester Gesellschaft. Daher: Wer diesen Eintrag lesen will, muss vorher oben rechts die Farbe des Blogs auf “Vernunftsblau“ umstellen. Danke.</p>
<p><strong>Prolog 2</strong></p>
<p>In einer relevanten Rede hat Martin Walser eine nahezu lächerlich durschaubare rhetorische Figur gebraucht; er sagte Folgendes:</p>
<blockquote><p>wenn ich über Lyrik reden wollte, würde ich mit etwas anfangen wie »Die Sonne neigt beim Untergang im Meer zur Übertreibung«.</p></blockquote>
<p>Der Martin wieder: Erfindet eine hübsche Floskel, die er nur ihrer selbst willen völlig kontextlos einbaut. Dieses Muster adaptierend, könnte ich jetzt schreiben:</p>
<blockquote><p>wenn ich provozieren wollte würde ich diesen Blogeintrag beginnen mit dem Vergleich: »Wer solche Dating-Listen erfindet und ins Internet stellt handelt moralisch nicht anders als ein Pornoanbieter.«.</p></blockquote>
<p>Aber natürlich würde ich nie so anfangen. Ich bin ja nicht Martin Walser. Der &#8211; nur so nebenbei bemerkt &#8211; eben diese in der Paulskirche mündlich vorgetragene Passage aus seinen gedruckten Redetexten hat entfernen lassen.</p>
<p><strong>Prolog 3</strong></p>
<p>Ich habe in meiner Erinnerung gekramt und festgestellt: Ich hatte noch nie ein „Date“.</p>
<p>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;</p>
<p>Als ich die Dating-Liste las, war meine erste Reaktion: Lustig. Wird sich alles keiner trauen, aber: lustig. Meine zweite Reaktion war: Listen wie diese sind gefährlich. Man sollte sie löschen. Alle.</p>
<p>Für das “warum“ der zweiten Reaktion spannen wir den Bogen zum zweiten Prolog: Kinder und Jugendliche wachsen heutzutage in einer durch und durch sexualisierten Welt auf. Gerade eben geht der Diskurs wieder durch die Medien: Was wird all die direkt verfügbare Pornographie im Internet mit unseren Kindern anstellen? Manche sehen die Katastrophe aufziehen, andere mahnen zur Ruhe.</p>
<p><span id="more-360"></span></p>
<p>Die Tatsache ist: Wir wissen es nicht, wir haben nicht die geringste Ahnung. Als ich in die Pubertät kam, war die einzige Quelle erotischer Abbildungen, die man ohne beschämenden Menschenkontakt (Bravo kaufen am Kiosk, den Freund nach seinen Ausgaben fragen) erhalten konnte, die Sanitätsanzeigen in der Hörzu. Dann kam Tutti Frutti und alles wurde anders. Nur: mittlerweile ist es SEHR anders geworden. Zumindest ein Teil der Pädagogen und Psychologen geht davon aus, das Kinder Sexualität durch den leichten Konsum im Internet völlig anders wahrnehmen und kennenlernen als irgendeine Menschheitsgeneration zuvor. Es gibt keine kindliche Schutzzone mehr, die Kampfzone wird ausgeweitet.</p>
<p>Zitat aus obigem Artikel:</p>
<blockquote><p>Und die Kinder? Väth erzählt, dass in Gruppensitzungen die Mädchen regelmäßig von den Jungs gefragt würden, ob sie es sich denn vorstellen könnten, später gleichzeitig mit mehreren Männern zu schlafen. “Da kommt man mit elf nicht so ohne weiteres drauf”, sagt der 40-Jährige, “da wird deutlich, wie sehr pornografische Medieninhalte die Realität dieser Kinder konstruieren.”</p></blockquote>
<p>Dasselbe geschieht auf vielen anderen Feldern, etwa dem der Schönheit. Die Diktatur der Konfektionsgröße 36 ist hinlänglich bekannt, Schönheitsideale werden medial zementiert.</p>
<p>All diese performativen Medieneinflüsse zielen in dieselbe Richtung: Wir sollen “richtig“ funktionieren; und zwar in der Art, wie es vorgelebt wird.</p>
<p>Und nun, die Dating-Liste ist der Beweis, ist die Romantik dran. Für mich transportiert diese Liste Folgendes: Sei kreativ. Sei originell. Sei mutig. Sei unagepasst. Hier wird ein Wert aufgebaut, im Kern der der “Originalität“ &#8211; der bisher übersehen wurde. Nicht Frisuren und Rollenbilder von Disney sind jetzt ausschlaggebend, sondern das Primat des metropolen, aufgeklärten, ironischen, originellen Menschen.</p>
<p>Was, kann mir das jemand beantworten &#8211; hat das mit Liebe zu tun.</p>
<p>Menschen, die diese Liste lesen und sich etwas leichter beeinflussen lassen, werden denken: Oh, so originelle Sachen habe ich noch nie bei einem Date gemacht &#8211; muss ich mal ausprobieren. Wenn das Date kommt, werden sie scheitern, da sie verkrampft mit der Meta-Situation „wie kann ich das Date originell gestalten“ beschäftigt sind und nicht mit dem eigentlichen Grund des Dates, nämlich dem Partner. Die Formel “sie kreativ und originell“ ist in etwa so sinnvoll wie “sei spontan“.</p>
<p>Auch das andere Szenario ist unerfreulich: Sagen wir einmal &#8211; “Sie“ &#8211; hat die Liste gelesen und für hinreichend amüsant befunden. Beim nächsten Date wird sie nicht enttäuscht sein, wenn ihr Prince Charming sich etwas nicht ganz so originelles einfallen lässt &#8211; man ist ja schließlich Realistin.</p>
<p>Und schon beginnt der Kreislauf des Selbstbetruges, denn unbewusst vergleicht sie natürlich DOCH, und wenn die Beziehung eher früh als spät auseinander geht, hat sie es ja eigentlich gleich gewusst, das Date war ja schon langweilig, kein Wunder.</p>
<p>Listen wie diese setzen uns also unter den Druck immer originell, amüsant, anarchistisch sein zu müssen, so wie uns Pornographie unter den Druck setzt immer bereit, immer funktionierend, immer verfügbar zu sein.</p>
<p>Warum darf ein Date nicht spießig sein? Warum nicht einfach Händchen halten? In der Wiese liegen und Wolken respektive Sterne anschauen? Gedichte lesen? Was ist falsch an Cocktails trinken, Alkohol hilft?!</p>
<p>Das eigentlich Fatale ist, das wir überhaupt nichts tun können. Alles wird verbreitet, alles wird geschrieben, alles wird gesendet. Und selbst wenn wir uns all das bewusst machen: Die performative Kraft wird einwirken, im Zweifelsfall unbewusst, gegen all die Rollenvorstellungen und erwarteten Handlungsmuster können wir uns nicht wehren. Wer also 2009 nicht ein lustig-geistreiches Blog hat, dazu tumbld, die richtige Musik hört, die richtigen Klamotten kauft und die richtigen Länder bereist, hat bei der Verteilung der Beziehungsländereien ganz schlechte Karten. Darwin klatscht in die Hände und bei Houellebecq ist zu lesen, wie alles enden wird.</p>
<p>Vielleicht können wir zumindest eins tun &#8211; darüber Reden.</p>
<p>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;</p>
<p><strong>Epilog</strong></p>
<p>Nach längerem Nachdenken habe ich festgestellt das ich mindestens drei Dates hatte. Ich hatte sie vergessen, bzw. bei flüchtigem Durchgang nicht als solche eingeschätzt.</p>
<p>Ich frage mich, warum.</p>


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		<title>Sozialpsychologie &#8211; stark, smart, sexy</title>
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		<pubDate>Tue, 09 Sep 2008 10:23:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Wicked Bitch</dc:creator>
				<category><![CDATA[Frauen, Männer & das ganze Leid der Welt]]></category>
		<category><![CDATA[Gastbeitrag]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
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		<category><![CDATA[Frauen]]></category>
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		<category><![CDATA[Männer]]></category>
		<category><![CDATA[Metadiskurs]]></category>
		<category><![CDATA[Sex-Göttin]]></category>
		<category><![CDATA[Venus-Formeln]]></category>
		<category><![CDATA[Zielgruppe]]></category>

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		<description><![CDATA[Ein Gastbeitrag von Wicked Bitch
Mr. Right und ich haben kürzlich die Formelsammlung für Unkreative das „Handbuch für Sex-Göttinnen Teil III: 169 Venus-Formeln“ aus der Cosmopolitan zur Hand genommen und ein wenig darin geblättert. Man weiß ja nie, welch biedere Kleinmädchenphantasie verruchte neue Idee sich darin noch verbergen könnte. Denn wer weiß, vielleicht wird es uns ja [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><em>Ein Gastbeitrag von </em></strong><a title="Wicked Bitch Wisdoms" href="http://wickedbitch.wordpress.com" target="_self"><strong><em>Wicked Bitch</em></strong></a></p>
<p>Mr. Right und ich haben kürzlich <span style="text-decoration:line-through;">die Formelsammlung für Unkreative</span> das „Handbuch für Sex-Göttinnen Teil III: 169 Venus-Formeln“ aus der Cosmopolitan zur Hand genommen und ein wenig darin geblättert. Man weiß ja nie, welch <span style="text-decoration:line-through;">biedere Kleinmädchenphantasie</span> verruchte neue Idee sich darin noch verbergen könnte. Denn wer weiß, vielleicht wird es uns ja doch mal zu langweilig.</p>
<p>Es handelt sich dabei um Teil 3 einer Serie, die alljährlich im August als kleines Heftchen auf die Zeitschrift vorne drauf gepappt wird, damit es in Deutschlands Betten <span style="text-decoration:line-through;">und vor allem anderswo</span> wieder munterer zugeht. Denn wenn man diesen Heftchen glaubt, leidet die ganze Nation an unbefriedigter, missverstandener und schlecht behandelter Libido.</p>
<p>Dass man auf Teil 3 immer noch „169 GANZ NEUE, NIE DAGEWESENE Tipps“ draufschreiben kann, sollte stutzig machen. Und in der Tat ist nicht viel drin, was man nicht schon mal <span style="text-decoration:line-through;">im Freundeskreis aufgeschnappt </span>irgendwo gehört oder <span style="text-decoration:line-through;">in der Bravo</span> irgendwo gelesen hätte. Immer wieder das gleiche Spiel: Ziehen Sie sich heiße Dessous an, spielen Sie Rollenspielchen, legen Sie rhythmische Musik auf, lesen Sie zusammen das Kamasutra, fragen Sie sich gegenseitig über Ihre Phantasien aus. Alles irgendwie schon mal dagewesen.<br />
Das Interessanteste an diesen Heftchen ist vielmehr der Metadiskurs: Wie läuft eine Redaktionskonferenz zum Thema Sextippheftchen ab? Wer nimmt daran teil, und schaffen es diese Personen, sich gegenseitig in die Augen zu sehen? Wer formuliert die Texte, und müssen für jeden vulgären Ausdruck 5 Euro ins Floskelschwein gesteckt werden? Ist beim Korrekturlesen Lachen erlaubt, oder darf man nur pfeifen und „hui, hui“ sagen? Beäugen sich Cosmopolitan-Redakteurinnen gegenseitig und werfen sich vielsagende Blicke zu, wenn sie einen besonders verdorbenen Artikel erzeugt haben? Nennen sie sich gegenseitig „kleine Schlampe“ und ihren Liebsten „geile Sau“?</p>
<p><span id="more-184"></span></p>
<p>Fragen über Fragen. Es hört auch nicht auf, wenn man weiterfragt, und zwar danach, für wen die das eigentlich alles verzapfen. Da man ja mal ein publizistikwissenschaftliches Studium absolviert hat, weiß man ja, wo man zu suchen hat, wenn man an <a href="http://www.ivw.de">Mediadaten</a> ran will. Man findet verschiedene Selbstbeschreibungen des <a href="http://www1.mvg.de/de/cosmopolitan/product.de.html">„größten internationalen Frauenmagazins“</a> mit impliziertem Porträt des Zielpublikums: <a href="http://www.zeitungen.de/dl/publikationen/Cosmopolitan-Abonnement-IDzeitungen.3669-ls200">„Das Magazin für die moderne, selbstbewusste Frau. Mit ausführlichen Informationen und unterhaltsamen Beiträgen über Partnerschaft und Erotik, Beruf, Psychologie, Kultur, Reisen und Mode.“</a> &#8212; <a href="http://www1.mvg.de/de/cosmopolitan/product.de.html">„das Magazin für eine hochkarätige Leserschaft, die leidenschaftlich gerne konsumiert und es sich auch leisten kann.“</a></p>
<p>Nun, wir analysieren daraus und aus den Heftartikeln folgendes Persönlichkeitsprofil: Die 35-jährige Karrierefrau, die finanziell vollständig unabhängig ist und am liebsten mit ihren besten Freundinnen Citytrips in In-Städte zum Shoppen unternimmt, aber auch nichts dagegen hätte, wenn ihr die ganzen hübschen Funkeldinge, Täschchen und High Heels, die im Anzeigenteil <span style="text-decoration:line-through;">und leider auch im angeblich redaktionellen Teil</span> abgebildet sind, von einem gut aussehenden, finanziell-noch-unabhängigeren Manne beschafft und kredenzt würden. Sie ist Single (wie die meisten ihrer Freundinnen), findet das Single-Leben auch eigentlich total entspannt, aber glücklich ist sie irgendwie eben doch nicht und daher permanent und einigermaßen verkrampft auf der Suche nach Mr. Right. Dazu kauft sie viele teure und exquisite Kleidungsstücke, trägt Make-up und dunkelroten Nagellack (natürlich nur auf den Fußnägeln) auf, geht in In-Discotheken tanzen, hängt in Szenelokalen herum, um sich viele Cocktails bezahlen zu lassen&#8230; und hofft. Sie begegnet regelmäßig Mr.-Beinah-Rights, von denen sie sich in schicke Restaurants ausführen lässt und nachher mit ihnen ins Bett geht, dort diverse Aha-Erlebnisse hat und schließlich auch nicht mehr so richtig zählen kann, wie viele es eigentlich waren. Sie kommt selbst oft nicht so recht zum Zug, daher liest sie in Cosmopolitan, wie sie ihm ganz besonders viel Spaß bereitet, in der Hoffnung, dass der Mann dadurch eines Tages weniger egoistisch wird und sich auch mal um sie kümmert – aber da sie Mr. Beinah-Right ja regelmäßig wechselt, klappt das leider nicht und ihre Bemühungen beginnen stets von vorn. Gefrustet darüber, dass ihre spießigen Schulfreundinnen mit einer kleinen Familie ein glückliches Leben führen, wollen sie jetzt auch einen Mann auf Dauer. Doch die Besten sind natürlich schon weg, und Zweite-Wahl-Produkte will man auch nicht. Bleibt nur eins: Geliebte eines verheirateten, aber immerhin erfolgreichen und gutaussehenden Typen werden. Und hoffen, dass der irgendwann alles stehen und liegen lässt und ein neues Leben mit der Geliebten anfängt. Das moderne Sekretärinnen-Syndrom! Um ihn dahin zu bekommen, muss natürlich viel Arbeit geleistet werden, und hier kommt wiederum unser sozialpsychologisches Fachmagazin Cosmopolitan ins Spiel, mit Sex-Tipps, die ihm dermaßen „den Verstand rauben“ sollen etc. pp., dass ihm geradezu keine andere Wahl bleibt, als die wöchentlichen Treffen in schummrigen Hotelzimmern einzutauschen gegen ein bürgerliches Leben mit der göttlichen Geliebten. Das ist sie, die vermutete Cosmopolitan-Leserin.</p>
<p>Und jetzt kommen wir zu einem weiteren Highlight, auf das natürlich alle in Wahrheit seit ungefähr 200 Zeilen warten: Mr. Rights und meine Rezension des „Handbuchs für Sex-Göttinnen“. Jaha! Leider muss dieser Teil etwas kürzer ausfallen als geplant. Mr. Right und ich haben versucht, uns das Büchlein gegenseitig vorzulesen und uns dann zu sagen, wie wir das finden. Leider haben wir Tipp 1 nicht verstanden, Tipp 2 vor lauter Peinlichkeit nicht zu Ende lesen können und uns bei Tipp 3 so vor Lachen verschluckt, dass wir es weglegen mussten. Und so kommt es, dass Mr. Right wohl nie mit seiner Geliebten zusammenleben will und seine Geliebte einsam schmachtend sterben muss. Naja – zur Not <a href="http://www.amazon.de/Mr-Perfect-Selberbasteln-Tina-Herold/dp/3890083404/ref=sr_1_6?ie=UTF8&amp;s=books&amp;qid=1220892960&amp;sr=1-6">bastelt</a> sie sich ihren <a href="http://www.amazon.de/Traum-Mann-zum-Selberbacken-Petra-Schmidt/dp/3760723985/ref=pd_bxgy_b_img_b">Traumprinzen</a> eben selbst.</p>


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		<title>Neuigkeiten aus dem La-La-Land</title>
		<link>http://www.wortkomplex.net/2008/08/neuigkeiten-aus-dem-la-la-land/</link>
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		<pubDate>Mon, 18 Aug 2008 18:46:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Silencer</dc:creator>
				<category><![CDATA[Die Kategorie für alle Fälle]]></category>
		<category><![CDATA[Gastbeitrag]]></category>
		<category><![CDATA[Lästigkeiten]]></category>
		<category><![CDATA[F-Promis]]></category>
		<category><![CDATA[frauenzeitschriften]]></category>
		<category><![CDATA[in&out]]></category>
		<category><![CDATA[lachscarpaccio]]></category>
		<category><![CDATA[lebenstips]]></category>

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		<description><![CDATA[ Gastbeitrag von Silencer
Psssssst… hey, ja, du… pssssssssssst. Nicht so laut, hey! Eigentlich bin ich doch noch mind. 24 Stunden nicht hier… aber psssst: nicht verraten.
Tja, zu spät. Nun haben es alle mitbekommen.
Gestatten, Silencer mein Name. Ich bin hier gerade der Blogwart.
Habe mich eben durch die Hintertür reingelassen und muss sagen: Tatsache, niemand hier. Weder [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="aligncnter size-thumbnail wp-image-467" src="http://wp1129480.wp168.webpack.hosteurope.de/wordpress/wp-content/uploads/2008/08/silencer137-128.jpg?w=48" alt="" width="48" height="48" /> Gastbeitrag von <a href="http://silencer137.wordpress.de">Silencer</a></p>
<blockquote><p>Psssssst… hey, ja, du… pssssssssssst. Nicht so laut, hey! Eigentlich bin ich doch noch mind. 24 Stunden nicht hier… aber psssst: nicht verraten.</p></blockquote>
<p>Tja, zu spät. Nun haben es alle mitbekommen.<br />
Gestatten, Silencer mein Name. Ich bin hier gerade der Blogwart.<br />
Habe mich eben durch die Hintertür reingelassen und muss sagen: Tatsache, niemand hier. Weder Frau Wortkomplex noch das Wiesel.</p>
<p>So, und nun? Alle Leute der Blogroll hierhin einladen und Party machen? Ach, nein &#8211; das wäre unfair. Es soll hier ja nicht aussehen wie auf einem Schlachtfeld, wenn die eigentliche Autorin dieses Blogs zurückkommst. Niemand mag Schmuddelblogs, in deren Ecken man noch Krümel und alte Socken findet.</p>
<p>Nun gut, dann nutze ich die Zeit und schreibe hier mal über etwas Relevantes. Natürlich auf die Vorlieben von Frau Wortkomplex zugeschnitten, damit zumindest ein klein wenig Kontinuität vorhanden ist. Also, über was könnte ich mal schreiben?</p>
<p>Hm. Schlimme Bürodialoge? Neue Gadgets? Promis vielleicht?<br />
Eine Anregung könnte ich mir vielleicht in der, von Wortkomplex geschätzten, &#8220;Van.ity Fair&#8221; holen. Obwohl, eher doch nicht. Ich kann mich daran erinnern das Ding auch mal gekauft zu haben, aber NUR weil eine DVD mit einem Hepburn-Film drin lag. In einem unbeobachteten Moment habe ich dann auch mal ins Heft geschaut. Und war doch etwas irritiert.</p>
<p>&#8220;Va.nity Fair&#8221; geht nämlich so: <span id="more-163"></span><br />
Das Heft besteht zu gefühlten 97 Prozent aus Bildern von mehr-oder-weniger schönen/wichtigen Leuten oder schweineteuren Dingen-die-kein-Mensch-braucht, schön in Hochglanz fotografiert. Meistens steht &#8220;Anzeige&#8221; drüber, das ist die Werbung. Manchmal steht das nicht drüber, das soll dann der redaktionelle Teil sein.</p>
<p>Was mich letztlich so irritiert hat war der, verschwindend geringe, Anteil an Texten und deren unglaublich niedriger Informationsgehalt. Auf den ersten Seiten habe ich noch gedacht: OK, das sind die Teaser, die Artikel kommen auf den nächsten Seiten. Und dann kam &#8211; nüscht. Den kleinen Teasertextchen kann man praktisch dabei zusehen wie sie vor Angst zittern, weil sie sich in den luftigen Weiten des Layouts verloren haben und von übermächtigen Bildern bedroht werden. Und das war´s auch schon. Bitte gehen Sie weiter,  mehr gibt es bei der Va.nity Fair nicht zu sehen.</p>
<p>Das trifft natürlich auch auf 90 Prozent der anderen, uh, Frauenzeitschriften da draußen zu. G.ala, Bun.te, Brigi.tte und wie sie alle heißen, leben vom Eskapismus ihrer Käuferinnen. Die weltbesten Kochrezepte geben sich darin die Hand mit Stylingtips, das Ganze wird vermischt mit vermeintlich berichtenswerten Meldungen aus der Welt der A- bis F-Promis. Der verbleibende Raum wird mit Psychotests, In &amp; Out-Listen und Horoskopen gefüllt, die sich irgendein Praktikant in der Mittagspause aus den Fingern gesaugt hat. Oder Lebenshilfe, ja, Lebenshilfe ist auch ganz groß: &#8220;Die 100 besten Tips wie zur Yak-Haltung in Tibet&#8221; oder so.</p>
<p>Ich würde wetten, daß, selbst wenn die Leserin von tibetanischen Yakhirten gefoltert würde, sie sich schon fünf Minuten nach der Lektüre nicht mehr an den &#8220;100 Tips&#8221;-Artikel erinnern könnte.</p>
<p>Faszinierend ist, dass sich das Phänomen &#8220;Frauenzeitschrift&#8221; durch alle Altersgruppen zieht. Was den jüngeren die Leserinnen die &#8220;Bravo Girl&#8221; ist meiner Oma &#8220;Das goldene Blatt&#8221;. Da fühlt sie sich nach der Lektüre immer bestens informiert. Zwar nur über frei erfundene Vorgänge in irgendwelchen Königshäusern, die es in der wirklichen Welt nicht gibt, aber wenigstens hat sie das ein Stündchen von ihren Rückenschmerzen abgelenkt.</p>
<p>Eskapismus, wie gesagt. Gerade die Hochglanzheftchen spiegeln das wieder, was &#8220;Sex and the City&#8221; auf Mattscheibe und Leinwand bebildert hat: eine nichtexistente Parallelwelt, ein La-La-Land, in dem  vermeintliche Menschendarsteller herumstolpern deren Leben, Lieben und Probleme von den Redakteurinnen jede Woche neu geschrieben werden. Man umgibt sich mit Lebenstipps, Labels und Lachscarpaccio (den drei großen L) und ist sich ansonsten selbst genug, so lange sich nur genug Anzeigen für Labels und Lachscarpaccio unterbringen lassen</p>
<p>Ach, wenn ich es mir recht überlege, schreibe ich lieber doch nichts über Promis.<br />
Der Beitrag ist auch so schon wieder viel zu lang geworden.<br />
Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit!</p>


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