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Und nun? Ein Gefühl von Ohnmacht.

 - von wortkomplex

Ach, mir ist schlecht…

Diese ganze #zensursula und #gutlügenberg Debattiererei schlägt mir auf den Magen (gibt es für Zypries schon eine hübsche Verfremdung?). Auf‘s Gemüt sowieso. Allerdings aus verschiedenen Gründen, die erst einmal auseinander gefriemelt werden wollen. Aber so nachhaltig, dass ich gegen meinen Grundsatz verstoße, in diesem Blog nicht zu politisieren.

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Quasselstrippe

 - von wortkomplex

Es gibt keine Kommunikationsform, die mich so nervt wie das Telefonieren. 

Punkt. 

Das musste mal gesagt werden. Eigentlich könnte ich das Thema damit auch schon beschließen. Wären da nicht all die Menschen, die mich immer sehr betreten ansehen, wenn ich diese Meinung äußere. Oder die mich verängstigt fragen, was sie mir getan hätten, wenn ich mich etwas – aber nur ‘n büsschen – griesgrämig melde. Oder die immer rigoros bei Skype weggedrückt werden… mir wird sogar die Fähigkeit nachgesagt, schneller auf “Ablehnen” zu klicken, als sich die Grafik aufbaut. 

Dabei bin ich eigentlich ein recht kommunikativer Mensch. Ich wage sogar zu behaupten: Ich bin ein umgänglicher und angenehmer Gesprächspartner. Ich kann mir problemlos die Seele aus dem Leib tippen, Kanalreduktion stört mich dabei kein bisschen. Selbst Videochats: Alles Bestens. Man probiere aber lieber nicht, mich per Audio-Zeugs anzuchatten. Im besten Fall reagiere ich einfach nicht darauf. Im Normalfall grummle ich aber erst mal. Und nein, ich bevorzuge mitnichten digitale Verschanzung: Real sind mir Menschen und ihre Gesellschaft immer noch am liebsten. Persönliche Gespräche von Angesicht zu Angesicht stehen bei mir sehr hoch im Kurs. Aber so reines Sprechen… bah. Das war nur über Teamspeak bei WoW  notgedrungen annehmbar.

Eine, wenn auch nur kurzfristige, Telefonieren-Entspannung brachte das iPhone. Für gefühlte zwei Wochen klappte das ganz gut. Mit dem Reden. Nicht unbedingt mit dem tatsächlichen Kommunizieren über die Leitung. Wenn auch nur, weil ich mich über die Freisprechfunktion und das Musik-Ausfaden so gefreut habe, dass ich tatsächlich dran gegangen bin, wenn Anrufe kamen. Deutlich lieber chatte oder maile ich aber mit meinem kleinen, weißen Liebling. Im Idealfall tippe ich sogar mal eine SMS. 

Nervig wird das dann, wenn ich ein Kommunikationsmittel brauche, um dringend etwas los zu werden. Persönlich geht nicht. Briefe schreiben ist unfunktional, weil meine Handschrift zu stürmisch ist. E-Mail ist bei emotionalen Dingen ganz, ganz furchtbar. Was macht der normale Mensch? Anrufen. Was mache ich? Auf die furchtbare Mail zurückgreifen. Wunderbar. 

Vorurteile über Frauen also hin oder her: Ich hasse telefonieren. Da können mir noch so viele Studien kommen, die behaupten, meine Geschlechtsgenossinnen verbringen so unglaublich viel Zeit am Hörer. Mich haben die einfach noch nicht gefragt. Wahrscheinlich werden die Umfragen aber auch per Telefon durchgeführt…

Wer hier Übertreibungen findet, darf sie behalten. Und wer sich jetzt denkt: “Wie, ich telefoniere doch ständig sehr nett mit ihr?!?”, darf sich freuen. Das sind Ausnahmen. Schon mal von mir angerufen worden? Oho! Sympathiebekundung. Mache ich selten. 

Mr. Right verstehen

 - von wortkomplex

Er ist 1,79 m groß. Wiegt 83,5 Kilo. Verdient 3702 Euro brutto im Monat. Außerdem trinkt er 540 Gläser Alkohol pro Jahr und sieht 1200 Stunden fern. Ach ja: er ist Schlafanzugträger. 

Das ist er also. Mein Mr. Right. Oder zumindest das, was ihm nahe kommt. Mein Traummann entspricht nämlich in ungefähr dem deutschen Durchschnittsmann.

Das hat mir die aktuelle Ausgabe der Cosmopolitan geflüstert. Während Silencer sich also mit einer meiner Vorlieben, der Vanity Fair, vernichtend auseinandersetzte, lag ich faul am Strand – und konnte einer weiteren Versuchung nicht widerstehen. Wie kalesco nämlich zu Neuigkeiten aus dem La-La-Land vollkommen richtig bemerkt, kriegen einen (Frauen, ähäm… hm, mich) Titel-Ankündigungen wie “So denken Männer wirklich” gelegentlich und in schwachen Momenten. Dieses Mal: Das Single-ABC. 

Ulysses langweilte sich somit ohne mich. Und ich amüsierte mich mit einem seltsamen Magazin-Konstrukt, in dem sich tatsächlich alles darum dreht und darauf reduziert, wie frau Männern den Kopf verdreht, sie ins Bett, schließlich ins gemeinsame Haus und am Ende vor den Altar kriegt. Aber abgesehen davon war’s ganz informativ. 

1650 wurde nämlich die erste Kontaktanzeige aufgegeben, erfahre ich unter “F wie Flirtmarkt”. Im “K wie Kühlschrank” hat immer eine Flasche Champagner für den Notfall zu sein. Und bei eventuell auftretender “P wie Panik” (dass ich nie den Mann fürs Leben finde…) soll ich mir den abschreckenden Liebesfrust von Paaren anhören. Pflicht ist außerdem das “S wie Survival-Kit” – das “Slut Overnight Kit” ist jedenfalls bei Amazon nach dem Cosmopolitan-Artikel zum Renner geworden: immerhin ist es ausverkauft. 

Und damit ich meinen evtl. auftretenden Mr. Right auch verstehe und nicht demnächst entnervt mit dem anderen Geschlecht abschließen muss, empfiehlt mir Cosmopolitan “He’s Just Not That Into You: The No-Excuses Truth to Understanding Guys”  unter “E wie Er steht einfach nicht auf dich”. Mja. Genug wirklich ungeschminkte und harte Wahrheit kriegt man ja sonst nicht. Nie. Dass übrigens die F.A.S. das Buch in einem eigentlich elaborierten Feuilleton-Artikel als schönen Gegenentwurf zum sehr gehypten Adam Soboczynski-Werk “Die schonende Abwehr verliebter Frauen oder Die Kunst der Verstellung” heranzog, gibt mir zu denken. Auf die ein oder andere Weise. 

Was hat mir das Single-ABC jetzt also gebracht? Was hat mir die Cosmopolitan gebracht? Was das dort vorgetragene, recht “interessante” Bild von weiblichen Singles? Nichts.

Oder doch – zwei Dinge sogar! Erstens einen Blog-Eintrag. Und zweitens tiefstes Verständnis für Männer (aha!), die es gar nicht leiden können, wenn Frauen entsprechenden Quatsch lesen. Aber bei der nächsten Überschrift bin ich trotzdem wieder dabei.

Neuigkeiten aus dem La-La-Land

 - von Silencer

Gastbeitrag von Silencer

Psssssst… hey, ja, du… pssssssssssst. Nicht so laut, hey! Eigentlich bin ich doch noch mind. 24 Stunden nicht hier… aber psssst: nicht verraten.

Tja, zu spät. Nun haben es alle mitbekommen.
Gestatten, Silencer mein Name. Ich bin hier gerade der Blogwart.
Habe mich eben durch die Hintertür reingelassen und muss sagen: Tatsache, niemand hier. Weder Frau Wortkomplex noch das Wiesel.

So, und nun? Alle Leute der Blogroll hierhin einladen und Party machen? Ach, nein – das wäre unfair. Es soll hier ja nicht aussehen wie auf einem Schlachtfeld, wenn die eigentliche Autorin dieses Blogs zurückkommst. Niemand mag Schmuddelblogs, in deren Ecken man noch Krümel und alte Socken findet.

Nun gut, dann nutze ich die Zeit und schreibe hier mal über etwas Relevantes. Natürlich auf die Vorlieben von Frau Wortkomplex zugeschnitten, damit zumindest ein klein wenig Kontinuität vorhanden ist. Also, über was könnte ich mal schreiben?

Hm. Schlimme Bürodialoge? Neue Gadgets? Promis vielleicht?
Eine Anregung könnte ich mir vielleicht in der, von Wortkomplex geschätzten, “Van.ity Fair” holen. Obwohl, eher doch nicht. Ich kann mich daran erinnern das Ding auch mal gekauft zu haben, aber NUR weil eine DVD mit einem Hepburn-Film drin lag. In einem unbeobachteten Moment habe ich dann auch mal ins Heft geschaut. Und war doch etwas irritiert.

“Va.nity Fair” geht nämlich so: Diesen Artikel lesen »

ZweiPunktNulling

 - von wortkomplex

Menschzweinull, Traumfrauzweipunktnull. Alles 2.0 – und jetzt Dating 2.0? Bei manchen Sachen möchte ich mir nur noch die Augen zustöpseln und die Ohren zukneifen. 

Erst hatte ich ja inständig gehofft, es sei eine Realsatire. Eine Persiflage auf Web 2.0-Design und -Hype. KissNoFrog als Name hörte sich schon einfach stark danach an. Aber StasiStudi.VZ spamt mich jetzt seit Wochen mit Werbung dafür zu. Und langsam muss ich die Tatsache akzeptieren… dass diese Nullnummer Realität ist. 

Ach, früher war alles besser.

Da gab es auch noch Froschkönige.

Nvmam: Schlechte Ideen bei Überhitzung…

 - von wortkomplex

…gibt es einige. Abends joggen gehen gehört z. B. dazu. Ein Irrsinn, von dem ich mich die letzten Tage erfolgreich abgehalten habe. Zum Ausgleich gab es große Portionen Eis auf dem Balkon. 

Wovon ich mich gerade nicht fern halten konnte: Mein Notebook. Mit dem habe ich gerade im Bett liegend gekuschelt. Schlechte Idee. Sehr schlechte Idee. Auf dem MacBook Pro soll man ja angeblich sogar Eier braten können. Ähnlich warm ist mir gerade. 

Nächstes Mal also lieber auf dem Schreibtisch stehen lassen.

Und ja, auf Grund der Temperaturen sind mir die ganzen Worte ausgegangen. Nvmam jetzt eben. Statt Notiz von mir an mich.

Schlechtes Timing

 - von wortkomplex

24 Stunden sind derzeit wirklich, wirklich viel zu wenig Zeit, um alles unterzubekommen. Umso mehr frage ich mich, wozu verdammt noch mal habe ich eigentlich Online-Banking? Um jederzeit – oder genau dann, wenn ich eben Zeit habe – meinen Finanzkrams zu erledigen. Dachte ich. Bis vorgestern, 01.34 Uhr. 

Ich werde in meinem Irrtum aufgeklärt und bekomme diese Nachricht um die Augen gehauen:

Sie haben uns außerhalb unserer Betriebszeiten angewählt. Dienstag bis Samstag kommt es wegen Wartungsarbeiten zwischen 01:00 Uhr und 6:00 Uhr zu Einschränkungen.

Jedes Mal. Wieso vergesse ich das auch immer wieder und ärgere mich aufs Neue?

Schlaflos

 - von wortkomplex

Es gibt so Nächte, da wäre man besser gleich wach geblieben. Habe ich mir dann heute Morgen auch gedacht, als die Uhr langsam auf die Fünf zuging. Und ich mich immer noch von einer zur anderen Seite schmiss. Ich hätte mich doch schon längst über meditative Entspannungsübungen informieren sollen. 

Immerhin blieb Zeit, sich den wirklich wichtigen Dingen zu widmen, die die letzten Tage liegen geblieben sind. Der aktuellen (Druck-) Ausgabe der Vanity Fair etwa. Muss meine Klatschfähigkeit hoch und mich informiert halten. Noch Mal überlegt, wie die noch vorhandenen, groben Fehler auf wortkomplex zu beheben sind. Dazu Vanity Fair gegen CSS-Wälzer getauscht. 

Und mich dann darüber geärgert, dass WordPress.com doch das ein oder andere Ärgernis mit sich bringt. Bei Blogger bzw. Blogspot war es mir recht egal, wie die Seite aussah. Irgendwie passend eben. Für WordPress – ob nun per eigener Installation oder per WordPress.com – hatte ich mir immer vorgenommen, etwas Eigenes zu machen. Aber das ist mal gar nicht so einfach…

WordPress.com hat entscheidende Nachteile gegenüber Blogger. Z. B. muss man hier tatsächlich ein Upgrade kaufen, um veränderten CSS-Code speichern zu können. Ans HTML kommt man trotzdem nicht ran, weiteres Upgrade wird nicht angeboten. Teilweise wäre das aber gar nicht schlecht. Und manchmal sogar enorm hilfreich, um die Friemelei zu reduzieren. Außerdem werden frisch, fromm, fröhlich, frei sämtliche Skripte ausgefiltert – die Möglichkeit, HTML über ein Text-Widget in die Sidebar einzubinden gibt es zwar. Aber wehe, da steht irgendwas drin, was WordPress nicht passt. Externe Counter einzubinden wird einem unnötig schwer gemacht – wenn auch nicht ganz unmöglich. An Google Analytics ist ohnehin nicht zu denken. Und dabei ist die Dashboard-integrierte Statistik bescheiden. Nichtmal ein weiteres Upgrade für ausführlichere Statistiken gibt’s. 

Gegen vier ging das Gezwitscher los. Irgendwie war es dann ganz vorbei. 

Zur Ablenkung und potentiellen Einschläferung auf Podcasts umgestiegen. Galileo. Ganz, ganz, wirklich ganz schlechte Wahl. Wer denkt sich diesen Mist eigentlich aus?

Und gibt es eine zentrale Beschwerdestelle für Laternen, die die ganze Nacht viel zu hell direkt ins Schlafzimmer leuchten? Wobei es auch egal ist, wird eh schon lange hell. 

Und der Wecker klingelt ohnehin in zwei Stunden. 

Auf den Arzt gekommen.

 - von wortkomplex

Ärzte. Ich habe ein recht gespaltenes Verhältnis zu ihnen. Beruht aber auf Gegenseitigkeit – haben sie zu mir nämlich auch. Als 13-Jährige wälzte ich während einer nicht ganz so schönen Lebensphase dicke Medizinlexika. Und löcherte hinterher mit entsprechendem Halbwissen meine ach so kompetenten Götter in Weiß. Zwar haben sie mich gesund bekommen. Worin sie auf jeden Fall gar keine Kompetenz hatten, war der Umgang mit einer jungen Patientin, die wissen möchte, was mit ihr passiert. Antworten gab es recht selten. Und wenn dann genervte. Okay, ein bisschen wie heute auch noch in normalen Gesprächen, wenn ich neugierig werde…

Ohnehin drücke ich mich also recht gerne um meine eigentlich regelmäßig zu absolvierenden Arztbesuche. Und noch lieber drücke ich mich um den Augenarzt. Der hat für mich ungefähr die gleiche Qualität, wie der Zahnarzt für andere. Kleines Trauma eben. Meine erste Brille habe ich mit circa 20 Monaten bekommen. Und seitdem einige verschlissen, verloren, gehasst und einfach nicht aufgesetzt. Alleine schon diese komischen Untersuchungs-Gerätschaften, die grundsätzlich immer so aussehen, als wären sie Relikte aus Vor-Weltkriegszeiten. Und dann noch diese vollkommen beknackten Tollkirsch-Tropfen, nach denen man einen Tag aussieht als wäre man einem Manga entsprungen.

So war auch mein heutiger Besuch eher halb unfreiwillig. Neue Brille muss her. Wenigstens habe ich einen lieb-reizenden, knuffigen Onkel Doktor gefunden, der eigentlich – eigentlich! – ganz sympathisch ist. Dankenswerterweise wurde ich aber mit den Worten begrüßt: “Ach, mein Lieblingsproblemfall.” Hm, danke. Ich würde auch lieber noch eine Runde Kaffeetrinken. Sie Blödmann.

Ganz furchtbar wird es, wenn es ans Ausprobieren verschiedener Stärken geht. Zylinder, Prismen, whatever. “Jetzt besser? … oder jetzt?” Keins von beidem gut. Sehe mit beidem alles verschwommen. “Oh.”
“Und jetzt?” Ja, jetzt wird die Unschärfe deutlicher.
“Ist jetzt die obere Reihe zu lesen?” Nein, seit 22 Jahren nicht. Erst weil ich die Buchstaben nicht konnte, dann, na ja… Seitdem noch keine Augen-Wunderheilung.

“Och ja, hat sich nichts geändert. Immer noch genauso schlecht wie vorher.” Ah ja.
“Aber wundert mich nicht, dass sie die 2,5 Dioptrin auf dem einen Auge auch mal wegdrücken können. Ihr Organismus ist ja auf dem Leistungshöhepunkt. Haben Sie schon über Kinder nachgedacht?” Hmhm. Bin ich hier beim richtigen Arzt?
“Ich schreibe Ihnen mal einen Roman auf die Gläser-Verordnung. Damit Sie das Finanzamt ärgern können.” Immerhin. Hohe Anisometropie. Steht auf dem Zettel. Ähä. ICH weiß noch, was er damit meint. Aber ob der Finanzamtmensch auch in Medizinlexika gestöbert hat? Und mich deswegen die Brille (für die man sich locker auch einen Zweit-Apple kaufen könnte), fröhlich absetzen lässt? Ich glaube nicht.

Mehr demnächst. Wenn ich beim Optiker leide. Und die Welt verschwimmt. Dank erster Gleitsichtbrille.

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