Abgelegt in:Schönes’
Das twitternde Hotel. Ein Lehrstück.
- von wortkomplex
Vier kurze Tage waren Zeit, um über Ostern die ersten Alltags-Auszeittage in beschaulicher Zweisamkeit zu genießen. Weniger einfach als die Termin- (zwei Terminkalender verglichen, gemeinsame Minilücke gefunden) war die Ortsfindung. Wie wir nun auf Bremen kamen… nun… das ist eine sogar kurze Geschichte. Aber ich erzähle sie trotzdem nicht. Bremen jedenfalls. Stadt der Musikanten. Des Rolands. Heimat des Universums. Schnell war die Entscheidung auf das Prizeotel gefallen. Denn was läge für einen Menschzweinull und das kleine Wortkomplex näher, als völlig entzückt und bezuckert ein podcastendes, twitterndes Design-Hotel zu buchen? Liebevoll nannte ich es sogar „Apple-Hotel“.
Und genau zu diesem jenem Hotel will ich nun noch ein paar Eindrücke los werden. Die sind zum Teil aus meiner (ziemlich unstrukturierten) Rezension bei Holidaycheck geklaut, wo ich explizit meine Meinung zum Umgang mit Twitter los werden musste. Aber wer twittert, podcastet und sich sehr innovativ präsentiert, für den nehme ich mir sogar mal wieder Blog-Zeit und gestalte das Ganze etwas ausführlicher.
Achtung! Trotz Meckerei - das gute Ende kommt zum Schluss. Nach einiger gemeinsamer Zeit mit Herrn M2.0 wollte ich mich nun auch einmal im Konzept des „Am Ende liegen sich alle weinend in den Armen!” ausprobieren. Vorweggenommen sei gesagt: Wer Bremen besucht, dem kann ich einen Abstecher in das Prizeotel nur empfehlen.
Out here the good girls die…*
- von wortkomplex
Und zwar hier draußen in der bösen Realität. Damit es so weit erst gar nicht kommt, sollte man sein inneres Kind wertschätzen und nicht vergraulen. Meine Meinung. Denn das Leben im Allgemeinen und Businessbusinessbusiness mit langweiligen Themen, perfektioniert aufgesetztem Lächeln (sprich bis in die Augen strahlend, damit es nicht so auffällt) und sich auf Retalin befindlichen Geschäftspartnern im Speziellen kann schon hart genug sein. Von dem ganzen zwischenmenschlichen Krams mal abgesehen, der einen einfach so im Allgemeinen und im Speziellen erst Recht gelegentlich ziemlich traurig und zornig stimmt. (Jajajaja… deswegen hier in letzter Zeit auch große Stille. Schöne Grüße nach circa 124 Kilometer weiter nördlich an dieser Stelle.)
Alles Gründe, wieso ich manchen Dingen unglaublich viel abgewinnen kann, für die ich mir bei anderen im besten Fall noch ein ganz und gar nicht perfektes, müdes Lächeln einhole. Aktuelles Beispiel ist mein (jetzt schon) heißgeliebter Bubble Calendar 2009. Und den möchte ich natürlich niemandem vorenthalten.
Auf dem Weg ins Büro habe ich ihn bei der Post eingesammelt. Sehr feines Paket, gleich ausreichend groß deklariert:
Natürlich konnte ich meine Finger nicht davon lassen und habe im Büro gleich den Brieföffner bemüht. Vorsichtig versteht sich. Um mir nicht den Bubble-Spaß kaputt zu machen. Heraus kam das hier, inklusive nettem Gruß:
Alles recht einfach gemacht – aber das ist bei so etwas eh nur nebensächlich.
Mit dem guten Vorsatz, tatsächlich bis zum 1. Januar 2009 zu warten, habe ich dann alles wieder fein säuberlich zusammengerollt, verpackt und zuhause auf den Schrank gelegt. Nun ja. Es sind Popp-Bubbles. Wir wissen alle, was wir mit entsprechendem Verpackungsmaterial veranstalten. Und es kam, wie es kommen musste. Gerade habe ich den Kalender wieder ausgepackt. Um einen der lustigen “Bonus Pops” auszuprobieren:
Und die Blasen sind wirklich haptisch einwandfrei, schön groß und ploppig. Sie knallen auch ordentlich.
Sollte jeder mit entsprechendem Fetisch haben – “Embrace your inner child!” sage ich dazu nur. (Hierzu abgeholte Bemerkung: “Das geht mit einer weißen Jacke besonders gut.”)
Und ansonsten: Enjoy Popping!
* Wer weiß, welchem Song die Überschrift entstammt, darf’s behalten (was auch immer…). Und wen ich mit meinen Ausführungen hierzu schon via modernen Kommunikationswegen belästigt habe, darf nicht mitraten.
Wie Weihnachten
- von wortkomplex
Ein guter Tag war das. Zwei Dinge gab’s.
Natürlich den grauenvollsten und unterirdischsten Film aller Zeiten (aka “Made of Honor”) endlich auf DVD.
Und fast noch heißer ersehnt: “A Hundred Million Suns” von Snow Patrol.
Es gibt kaum häufiger gespieltes in meinen iTunes-Listen als den Vorgänger “Eyes Wide Open” aus dem Jahr 2006. “Chasing Cars”, “Hands Open” und “Set the Fire to the Third Bar” sind meine absoluten Dauerbrenner. Ich mag die Texte sehr sehr gerne. Ich bin gespannt, ob “A Hundred Million Suns” mithalten oder übertreffen kann. In etwa 100 Hördurchgängen kann ich das dann vielleicht mal beurteilen… bei Musik bin ich weder eine schnelle noch eine qualifizierte Rezensentin. Erst wenn mich das Zusammenspiel von Musik und Text langfristig ergreift, weiß ich wirklich, dass etwas (für mich) gut ist. Deswegen überlasse ich Rezensionen lieber den Profis und feire jetzt stattdessen mit lauter Musik weiter.
Wortkomplex ist tot…
- von wortkomplex
…lang lebe Wortkomplex.
Oder so ähnlich.
Nachdem ich mich nun schon oft genug und vor allem ausführlich genug über die Beschränkungen von WordPress.com aufgeregt habe, war es endlich an der Zeit, den virtuellen Friseur aufzusuchen.
Virtueller Friseur? Ja, virtueller Friseur.
Frauen – um mal wieder meine heißgeliebte Klischeekiste zu bemühen – neigen ja dazu, in bestimmten Situationen zwecks Typveränderung den Coiffeur ihres Vertrauens aufzusuchen. Da war ich nun vor zwei Wochen schon. Von Mittelblond auf Dunkelbraun (aka Mokka). Und von zu viel Haar auf knappe Schulterlänge. Was also tun, zu dunkel und zu kurz soll es schließlich nicht werden. Als Lösung bastelt Frau von heute eben ersatzweise an ihrem Blog.
Und zieht bei der Gelegenheit gleich auf einen eigenen Server. Ja, liebe Menschen… Freunde… es tut mir leid. Aber es gibt schon wieder eine neue Adresse. Nämlich diese hier.
Ich sage schon jetzt artig Danke für geänderte Blogroll-Links und auf den neuesten Stand gebrachte Feeds.
Einige Meinungen zum neuen Design habe ich mir schon vorsorglich eingeholt. Und die waren, ehrlich gesagt, ziemlich vernichtend. Deswegen noch ein paar Erklärungen…
- Wortkomplex soll auch immer ich sein. Das spiegelt sich in den Texten wider. Und das soll sich im Design ausdrücken. Von Schmetterlingen, Blümchen, Schnörkeln und visuellen Spielereien habe ich gerade gehörig die Nase voll. Eigentlich sogar schon länger… aber man will ja den Kritikern nicht immer gleich Recht geben. Gibt es jetzt also eine “runderneuerte, kaltherzige und zynische Wortkomplex”? Nein! Gegen große, romantische Herzen kann auch ein WordPress-Theme nichts anrichten.
- Jedenfalls sollte etwas schnörkelloseres, weniger verspieltes her. Was im Idealfall trotzdem nicht ganz alltäglich und zudem gut konfigurier- bzw. erweiterbar ist. Und nein, keine armen Neon-Grafiker sind zum Amoklaufen angestiftet worden…
- Statt auf dem Flower Grunge soll der Fokus auf den Texten liegen. Ob das eine so schlaue Idee ist oder erst die mangelhafte Qualität offenbart, wird sich zeigen. Dafür liegt der Witz nun im – zugegebenermaßen teils gut versteckten – Detail. Vielleicht findet ihn der ein oder andere sogar.
- Wie immer gilt: Blogdesigns lassen sich ändern. Und das ist sicher irgendwann wieder der Fall. Aber immerhin ein eigenes WordPress! Und das bleibt.
Und jetzt: Auf mit dem Kopf durch die Wand! Viel Spaß beim Kritisieren, Meckern, Loben, Anregen, Ideen Geben!
Das ästhetische Wiesel
- von wortkomplex
Überraschung: Wortkomplex mag Gedichte. Wer hätte das gedacht. Ganz besonders toll derzeit: Christian Morgenstern. Auch – aber nicht nur – deswegen:
Ein Wiesel
saß auf einem Kiesel
inmitten Bachgeriesel.Wißt ihr
weshalb?Das Mondkalb
verriet es mir
im Stillen:Das raffinier-
te Tier
tat’s um des Reimes willen.
Wem Wiesel zu albern sind (gerade die Galgenlieder sind allerdings sehr lesenswert), dem sei beispielsweise Und wir werden zusammen schweigen empfohlen.
By the end of the day…
- von wortkomplex
In derzeitiger Ermangelung eigener Kreativität, nochmals ein Rückgriff auf Inhalte anderer. Heute: Fifty People, One Question via Spreeblick. Fünfzig Antworten auf die eine Frage: “If you could wish for one thing to happen by the end of the day, what would it be?”Auch wenn der Großteil der geneigten Wortkomplex-Leser wahrscheinlich schon (freiwillig) selbst darauf gestoßen ist. Oder in meiner fleißigen Link-Verteilaktion über den Tag hinweg (unfreiwillig) darauf gestoßen wurde. Aber es ist einfach sehenswert.
[youtube=http://www.youtube.com/watch?v=kow8OoOCm6Y&hl=de&fs=1]
Schönes Konzept, schöner Film. Vielleicht auch Anlass, um den ein oder anderen Gedanken darauf zu verschwenden, was man sich selbst für diesen Tag wünschen würde.
…
…
…
Und was wäre das bei mir nun? Hm, ja. Das wird tatsächlich mal nicht verraten. Außerdem ist es eh schon nach Mitternacht.
Das Original – auch in HD – gibt es hier. Und das lässt sich warum nicht hier einbinden? Richtig! Weil WordPress.com Scripte unterbindet.
Eine Liebesgeschichte.
- von wortkomplex
Eine der ganz großen. Wenn nicht DIE Liebesgeschichte überhaupt.
Das iPhone. Und ein Wortkomplex. Gesucht, gefunden, nicht mehr getrennt anzutreffen.
Nach knapp zwei Wochen wusste sie – zu ihrer Schande – nicht mehr, wie sie je ohne ihr schnuckliges iPhone auskommen konnte. Sie empfing ihren perfekten Partner mit offenen Armen. Stellte zugleich aber hohe Erwartungen an ihn, die es erst einmal zu erfüllen galt – doch ihm gelang es. Er übertraf sie sogar. In den ersten Tagen verdrängte der kleine, weiße Liebling gar Grums aus ihrem Bett und durfte nachts noch mit ihr kuscheln. Mittlerweile ist ihrem neuen Lebensgefährten immerhin ein Platz auf dem Nachttisch sicher.
So vieles an ihm begeisterte sie einfach. (Natürlich nur eine kleine Auswahl.)
- Nervige Wartereien kann sie nun abkürzen (sie ist ein sehr ungeduldiger Mensch). Mal eben schnell Mails abfragen und schreiben. SPON heimsuchen. Feeds abarbeiten.
- Morgens kann sie noch mit Kaffee im Bett liegen bleiben (sie ist ein sehr morgenmuffeliger Mensch). In Ruhe Mails abfragen und beantworten. Eine Runde durch Nachrichtenseiten drehen. Feeds durchwühlen.
- Chatten kann sie auch mitten in der Fußgängerzone. Wer braucht schon noch SMS? (Na gut, iPhone-Nutzer, weil die da so schön schnuckelig dargestellt werden.)
- Sie surft nun in lesbarer Qualität (fast) überall. Dem Kollegen, der sich gerade über die Bahn aufregt, konnte sie einen bloggenden Leidensgenossen hervorzaubern. Oder der Freundin beim Klettern spontan auch noch den selbstgefälligen Blogeintrag zeigen, über den beide sich gerade unterhalten hatten.
- Klugscheißen at its best. So viel Wissen, dass so schnell abrufbar ist! Sie kann auch bei einem nächtlichen Spaziergang noch nachgoogeln, wer wohl welches Gedicht geschrieben hat.
- Nicht mehr verlaufen. Ein wirklich elementarer Punkt für verwirrte Menschen wie sie. (Disclaimer: Schließt nicht mit ein, dass sie nun nicht mehr gegen Dinge läuft.)
- Fotos hat sie immer dabei. Musik. Podcasts. Gut, diese Freude würde ihr ein iPod auch bereiten. Aber damit fühlt es sich für sie nur halb so gut an. Digitale Fotoalben in die Runde reichen findet sie in Verbindung mit dem netten Display, dem Schubsen und dem Handy drehen einfach ganz groß.
- Nette bis langweilige Fotos macht sie sehr gerne…
- …um diese dann zu tumbeln - aka “in der Nase popeln und der Welt davon erzählen”.
Und zu guter Letzt:
- Der An-/Ausschieber für Funktionen hat ihr Herz erobert.
Nachteile gibt es natürlich auch. Nicht allzu wenige sogar. Unter anderem zählt dazu sicher, dass sie nun noch mitleidiger angeschaut wird, wenn sie von ihrem Mac-Zeugs schwärmt. Aber Schwamm drüber. Auch damit kann sie leben. Allerdings noch eine kleine Randnotiz. Die Anmachsprüche sind qualitativ nicht gestiegen. Ihr ist in letzter Zeit tatsächlich einiges untergekommen, aber nur wenig so plattes wie gestern auf dem Weg ins Café: “Oh, ein iPhone. Cooles Teil. Kann ich gleich deine Nummer haben?”
Und wenn sie nicht sterben oder den digitalen Exidus antreten, leben sie glücklich zusammen bis in alle Ewigkeit. Oder bis die neueste Version auf den Markt kommt.
Reality Distortion…
- von wortkomplex
Vor zwei Wochen war es zu Ende mit dem Frieden. Wochenlang habe ich mir aus meinem engsten Freundeskreis angehört, welche Optionen es in welchem Land gibt, um an ein iPhone zu kommen. Und habe mich ziemlich darüber amüsiert. Bis ich eines schönen Morgens aufgewacht bin… mit dem Gedanken jetzt sofort ein iPhone haben zu müssen.
Und so geschah es…
So sehr ich aber O2 und meine Homezone inklusive der wunderbaren Flatrates auch schätze, so sehr zu anstrengend wäre mir ein gefrickeltes O2-iPhone. Also habe ich mich im T-Punkt auf die Warteliste setzen lassen. Seitdem haben alle – und einer vorneweg - zum Ausgleich ein bisschen über mich gelacht, über die ich mich bislang amüsiert habe.
Gestern war es nun so weit. Ich habe einen Pakt mit dem Teufel Vertrag mit T-Mobile geschlossen. Trotz Platz 60 auf der Warteliste – Kunden mit neu abzuschließenden Verträgen werden bevorzugt behandelt, jaja.

Seitdem breitet sich das Reality Distortion Field bei mir ungehemmt aus. Ich liiiiiiiiiiiiiiiiiiiebe dieses kleine weiße Ding einfach. Und möchte nicht mehr ohne es auskommen müssen. Noch freue ich mich sogar über Anrufe. Und das, obwohl ich telefonieren sonst so gar nichts abgewinnen kann.
So, ich gehe wieder spielen. Gnihihihihihihihignh….
Hoch hinaus… hin und weg
- von wortkomplex
(Bildhinweis: Roxx Kletterzentrum Göttingen)
Ein unglaublicher Spaß. Herausforderung, Anstrengung, Adrenalin und Euphorie. Auch wenn wir natürlich erst den symbolischen “Idiotenhügel” hinter uns gebracht haben und mit Sicherheit nirgends auf dem Foto zu sehen sind. Schreit so oft wie möglich nach Wiederholung. Ein Dank an die tolle Truppe heute Abend und den coolen Lehrer :-) !
Idyllisches Sommerloch…
- von wortkomplex
Mein derzeitiger Aufenthaltsort sieht in etwa – eigentlich ziemlich genau – so aus:
Eigentlich wollte ich ja ein weiteres Sommerloch-Thema behandeln: Angesagte Farben für Fußnägel. Dann fiel mir aber wieder ein, dass ich den doppelten SATC-Einfluss der letzten Wochen nicht überhand nehmen lassen darf.
Und erfreue mich jetzt lieber daran, dass es sich genau so ziemlich schön leben lässt im Sommer. Auf dem eigenen Balkon in einem gemütlichen Sessel (weil die Balkonmöbel noch immer partyfeiernd unterwegs sind), dazu Kerzen, guter Rotwein, Musik zum Nachdenken und ein MacBook Pro. Außerdem angenehme, sanft windige Luft und ein leichtes Sommerkleid. Das versöhnt mich stark mit der Hitze tagsüber, dem ansonsten unschönen Tag und mit mir.
Ein Prost an die Online-Lästerschwestern.
Nein… darfst… nicht…
…musst … widerstehen…
Ach egal: Ich habe heute zu einem sehr dunklen Rot mit dem schönen Namen “Vampire” gegriffen. Eigentlich hauptsächlich wegen des Namens.



