Abgelegt in:Seelenstriptease’

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 - von wortkomplex

Beruflich häufen sich offizielle Firmentermine. Geburtstage, Jubiläen, Jahressuperergebnisse. Geladen wird man zu so einigem. Gesagt wird dort noch einiges mehr. Vieles geht an einem vorbei. Manches bleibt hängen. Und weniges beeindruckt nachhaltig.

So wie schon vor einigen Monaten, als die Temperaturen zumindest noch pseudo-sommerlich waren. Als ein Firmenchef mit seinen Worten große Wirkung auf mich hatte, die mich auch noch nach vielen Wochen immer wieder beschäftigen. Unternehmen, Firmenphilosophie und -führung entgegne ich ohnehin großen Respekt. In letzter Konsequenz waren es aber ungewöhnliche, private Worte in seiner Rede, die mich beeindruckt haben.

Er dankte seiner Frau. Nicht auf die typische, redenobligatorische und bisweilen peinliche Art. Nicht “Sie hält mir den Rücken frei, kümmert sich um so vieles, steht mir mit Rat zur Seite, hat großes Verständnis.” Nein. Er dankte ihr dafür, dass sie ein streitbarer, kreativer und intellektuell ebenbürtiger Sparringpartner sei. Es war an dieser Stelle ein großes, schönes Kompliment. Das Eingeständnis eigener Schwächen und Fehlbarkeit. Der Dank für Stärke zu zweit, gegenseitiges Voranbringen und gemeinsames Wachsen.

Seien wir mal ehrlich: Genau darum geht es. Bei uns allen. Tag aus, Tag ein. Kein Tag, an dem wir uns nicht (klammheimlich) an den Erfolgen und Misserfolgen anderer messen. Dem, was sie in welchem Alter schon erreicht haben. Nicht nur beruflich sondern auch privat. Kein Tag, an dem Neurotiker wie ich nicht darüber nachdenken, was sie von der Zukunft, dem Leben,… für sich erwarten. Und von sich. Dann hört man solch treffende Formulierungen und weiß: Das. Genau das. Zumindest auf privater Ebene. Immerhin ein Schritt.

Eine Liebesgeschichte.

 - von wortkomplex

Eine der ganz großen. Wenn nicht DIE Liebesgeschichte überhaupt. 

Das iPhone. Und ein Wortkomplex. Gesucht, gefunden, nicht mehr getrennt anzutreffen. 

Nach knapp zwei Wochen wusste sie – zu ihrer Schande – nicht mehr, wie sie je ohne ihr schnuckliges iPhone auskommen konnte. Sie empfing ihren perfekten Partner mit offenen Armen. Stellte zugleich aber hohe Erwartungen an ihn, die es erst einmal zu erfüllen galt – doch ihm gelang es. Er übertraf sie sogar. In den ersten Tagen verdrängte der kleine, weiße Liebling gar Grums aus ihrem Bett und durfte nachts noch mit ihr kuscheln. Mittlerweile ist ihrem neuen Lebensgefährten immerhin ein Platz auf dem Nachttisch sicher.

So vieles an ihm begeisterte sie einfach. (Natürlich nur eine kleine Auswahl.)

  • Nervige Wartereien kann sie nun abkürzen (sie ist ein sehr ungeduldiger Mensch). Mal eben schnell Mails abfragen und schreiben. SPON heimsuchen. Feeds abarbeiten. 
  • Morgens kann sie noch mit Kaffee im Bett liegen bleiben (sie ist ein sehr morgenmuffeliger Mensch). In Ruhe Mails abfragen und beantworten. Eine Runde durch Nachrichtenseiten drehen. Feeds durchwühlen. 
  • Chatten kann sie auch mitten in der Fußgängerzone. Wer braucht schon noch SMS? (Na gut, iPhone-Nutzer, weil die da so schön schnuckelig dargestellt werden.)
  • Sie surft nun in lesbarer Qualität (fast) überall. Dem Kollegen, der sich gerade über die Bahn aufregt, konnte sie einen bloggenden Leidensgenossen hervorzaubern. Oder der Freundin beim Klettern spontan auch noch den selbstgefälligen Blogeintrag zeigen, über den beide sich gerade unterhalten hatten.
  • Klugscheißen at its best. So viel Wissen, dass so schnell abrufbar ist! Sie kann auch bei einem nächtlichen Spaziergang noch nachgoogeln, wer wohl welches Gedicht geschrieben hat. 
  • Nicht mehr verlaufen. Ein wirklich elementarer Punkt für verwirrte Menschen wie sie. (Disclaimer: Schließt nicht mit ein, dass sie nun nicht mehr gegen Dinge läuft.)
  • Fotos hat sie immer dabei. Musik. Podcasts. Gut, diese Freude würde ihr ein iPod auch bereiten. Aber damit fühlt es sich für sie nur halb so gut an. Digitale Fotoalben in die Runde reichen findet sie in Verbindung mit dem netten Display, dem Schubsen und dem Handy drehen einfach ganz groß. 
  • Nette bis langweilige Fotos macht sie sehr gerne… 
  • …um diese dann zu tumbeln - aka “in der Nase popeln und der Welt davon erzählen”

Und zu guter Letzt: 

  • Der An-/Ausschieber für Funktionen hat ihr Herz erobert. 

Nachteile gibt es natürlich auch. Nicht allzu wenige sogar. Unter anderem zählt dazu sicher, dass sie nun noch mitleidiger angeschaut wird, wenn sie von ihrem Mac-Zeugs schwärmt. Aber Schwamm drüber. Auch damit kann sie leben. Allerdings noch eine kleine Randnotiz. Die Anmachsprüche sind qualitativ nicht gestiegen. Ihr ist in letzter Zeit tatsächlich einiges untergekommen, aber nur wenig so plattes wie gestern auf dem Weg ins Café: “Oh, ein iPhone. Cooles Teil. Kann ich gleich deine Nummer haben?”

Und wenn sie nicht sterben oder den digitalen Exidus antreten, leben sie glücklich zusammen bis in alle Ewigkeit. Oder bis die neueste Version auf den Markt kommt.

Die Intuition und du…

 - von wortkomplex

Gerade über etwas gestolpert – das nicht in den Untiefen meines Köpfchens verschwinden soll… 

“Never trust second thoughts. Next thing you know there’ll be a third and a fourth… you’ll be thinking forever!”

Hach. So nette Worte von Richard Fish. Sollte ich mir auch mal zu Herzen nehmen. Andere auch.

Und Eli Stone soll das erst Mal nachmachen. Pah.

Inventur

 - von wortkomplex

Lesen: Zuletzt: Philip Pullman – “Der Goldene Kompass” (abgeschlossen), James Joyce – “Ulysses” (in Arbeit). Aktuell: Jasper Fforde – “Der Fall Jane Eyre”. Ausstehend (und schon im Regal): John Irving – “The World According to Garp”, Malcolm Gladwell – “The Tipping Point”, Tom Segev – “1967″. 

Hören: Ziemlich neu Coldplay mit “Viva la Vida” (v.a. “Lost!”) und noch immer “Eyes Open” von Snow Patrol.  

Sehen: “Scrubs” - die (gerade) beste Serie aller Zeiten… immer und immer wieder. “Made of Honor” – den (vermutlich dauerhaft) grauenvollsten Film aller Zeiten… immer und immer wieder. 

Spielen: Verrückt. Manchmal auch Verstecken.

Machen: Sternschnuppen sichten wollen. Prokrastinieren (auch wenn man das so halb denglisch nicht sagen soll). Und klauen – von den Herren Silencer und ‘s Kriegelschen.

Idyllisches Sommerloch…

 - von wortkomplex

Mein derzeitiger Aufenthaltsort sieht in etwa – eigentlich ziemlich genau – so aus:

Eigentlich wollte ich ja ein weiteres Sommerloch-Thema behandeln: Angesagte Farben für Fußnägel. Dann fiel mir aber wieder ein, dass ich den doppelten SATC-Einfluss der letzten Wochen nicht überhand nehmen lassen darf.

Und erfreue mich jetzt lieber daran, dass es sich genau so ziemlich schön leben lässt im Sommer. Auf dem eigenen Balkon in einem gemütlichen Sessel (weil die Balkonmöbel noch immer partyfeiernd unterwegs sind), dazu Kerzen, guter Rotwein, Musik zum Nachdenken und ein MacBook Pro. Außerdem angenehme, sanft windige Luft und ein leichtes Sommerkleid. Das versöhnt mich stark mit der Hitze tagsüber, dem ansonsten unschönen Tag und mit mir.

Ein Prost an die Online-Lästerschwestern.

Nein… darfst… nicht… 

…musst … widerstehen… 

Ach egal: Ich habe heute zu einem sehr dunklen Rot mit dem schönen Namen “Vampire” gegriffen. Eigentlich hauptsächlich wegen des Namens.

Drei Wege zum Glück…

 - von wortkomplex

…zumindest zum temporären. Sehr empfehlenswerte Kreationen, die jeden Tag schöner machen können: 

Für Experimentierfreudige die Variante “Waldfrucht Rosmarin Harmonie” aus der Provence-Serie von Lindt. 

Joghurt Heidelbeer Vanille

Kräuter der Provence: Waldfrucht Rosmarin Harmonie

 

Eisgekühlt “Joghurt Heidelbeer Vanille” ebenfalls aus einer Lindt-Serie. Schmeckt noch besser, wenn man sich dabei in Kiel am Strand befindet. 

Joghurt Heidelbeer Vanille

Traum aus dem Kühlschrank: Joghurt Heidelbeer Vanille

 

Aus dem TIefkühlfach, am besten gleich in selbigem verzehrt, gibt’s nur zwei wahre Sorten. Ben & Jerry’s (alles!) oder Mövenpick “Wiener Melange” (ja, nicht gerade überraschend bei mir, ich weiß…)

Kaffeekaffeekaffee

Kaffeekaffeekaffee

 

Der Sommer hat also nicht nur beim Interesse- und Relevanzfaktor meiner Postings zugeschlagen – immerhin habe ich mich entschlossen, das Sommerloch auch hier angemessen zu zelebrieren und dazu gehören zumindest Eistests. Sondern auch bei meinen Süßigkeiten-Vorlieben zu leichten Änderungen geführt. Statt hochprozentiger derzeit lieber weniger kräftige Schokolade. Und Kaffee ist ohnehin in fast jeder Form und immer gut. Eisig derzeit natürlich besonders.

Probieren!

Gestatten: Ich.

 - von wortkomplex

Jetzt also WordPress. 

Seit zwei Jahren beäuge ich das ganze schon. Die Lust auf eigenen Webspace und eine eigene Installation hielt sich aber in Grenzen. In dem ganzen Wust aus frei angebotenen Themes habe ich mich außerdem immer fast verloren. Da kam es ganz gelegen, dass ElSilencer mir schon Mitte Mai den WordPress-Webservice ans Herz gelegt hat. Einziges Problem zu diesem Zeitpunkt: Die Themes sind alle… nun ja… nicht so das gewesen, was ich mir gewünscht hätte. Und auf die alternative Frickelei hatte ich eigentlich wenig Lust. 

Aber wie das so ist mit dem eigentlich… die Adresse war ja eh schon registriert… und was gibt es besseres, als sich mal an einem Wochenende mit viel Ruhe und entspannenden Basteleien zu verbringen…

Also habe ich einen Abend damit verbracht, iStock Photo zu durchwühlen. Nach gefühlten 500.000 Grafiken zum Begriff “flower grunge” gab es dann auch immer noch nicht das, was ich gesucht habe. Aber zumindest ähnliches. Und eine Idee. Dank eines lieben Freundes (ganz, ganz dickes Danke an dieser Stelle!) ist das Theme dann auch so geworden, wie ich es mir gewünscht habe. 

 

Es hat nicht jeder. 

Und es spiegelt mich wider.

 

Vielleicht ist die Seite auch deswegen noch eine Baustelle… aber es soll immer schöner und besser werden. 

Deswegen: Viel Spaß mit mir.

P.S.: Und es geht doch! Meine zwei dicken HTML- und CSS-Wälzer habe die Nacht mit mir im Bett verbracht. Und schon frickelte es sich am nächsten Tag schneller.

Auf den Arzt gekommen.

 - von wortkomplex

Ärzte. Ich habe ein recht gespaltenes Verhältnis zu ihnen. Beruht aber auf Gegenseitigkeit – haben sie zu mir nämlich auch. Als 13-Jährige wälzte ich während einer nicht ganz so schönen Lebensphase dicke Medizinlexika. Und löcherte hinterher mit entsprechendem Halbwissen meine ach so kompetenten Götter in Weiß. Zwar haben sie mich gesund bekommen. Worin sie auf jeden Fall gar keine Kompetenz hatten, war der Umgang mit einer jungen Patientin, die wissen möchte, was mit ihr passiert. Antworten gab es recht selten. Und wenn dann genervte. Okay, ein bisschen wie heute auch noch in normalen Gesprächen, wenn ich neugierig werde…

Ohnehin drücke ich mich also recht gerne um meine eigentlich regelmäßig zu absolvierenden Arztbesuche. Und noch lieber drücke ich mich um den Augenarzt. Der hat für mich ungefähr die gleiche Qualität, wie der Zahnarzt für andere. Kleines Trauma eben. Meine erste Brille habe ich mit circa 20 Monaten bekommen. Und seitdem einige verschlissen, verloren, gehasst und einfach nicht aufgesetzt. Alleine schon diese komischen Untersuchungs-Gerätschaften, die grundsätzlich immer so aussehen, als wären sie Relikte aus Vor-Weltkriegszeiten. Und dann noch diese vollkommen beknackten Tollkirsch-Tropfen, nach denen man einen Tag aussieht als wäre man einem Manga entsprungen.

So war auch mein heutiger Besuch eher halb unfreiwillig. Neue Brille muss her. Wenigstens habe ich einen lieb-reizenden, knuffigen Onkel Doktor gefunden, der eigentlich – eigentlich! – ganz sympathisch ist. Dankenswerterweise wurde ich aber mit den Worten begrüßt: “Ach, mein Lieblingsproblemfall.” Hm, danke. Ich würde auch lieber noch eine Runde Kaffeetrinken. Sie Blödmann.

Ganz furchtbar wird es, wenn es ans Ausprobieren verschiedener Stärken geht. Zylinder, Prismen, whatever. “Jetzt besser? … oder jetzt?” Keins von beidem gut. Sehe mit beidem alles verschwommen. “Oh.”
“Und jetzt?” Ja, jetzt wird die Unschärfe deutlicher.
“Ist jetzt die obere Reihe zu lesen?” Nein, seit 22 Jahren nicht. Erst weil ich die Buchstaben nicht konnte, dann, na ja… Seitdem noch keine Augen-Wunderheilung.

“Och ja, hat sich nichts geändert. Immer noch genauso schlecht wie vorher.” Ah ja.
“Aber wundert mich nicht, dass sie die 2,5 Dioptrin auf dem einen Auge auch mal wegdrücken können. Ihr Organismus ist ja auf dem Leistungshöhepunkt. Haben Sie schon über Kinder nachgedacht?” Hmhm. Bin ich hier beim richtigen Arzt?
“Ich schreibe Ihnen mal einen Roman auf die Gläser-Verordnung. Damit Sie das Finanzamt ärgern können.” Immerhin. Hohe Anisometropie. Steht auf dem Zettel. Ähä. ICH weiß noch, was er damit meint. Aber ob der Finanzamtmensch auch in Medizinlexika gestöbert hat? Und mich deswegen die Brille (für die man sich locker auch einen Zweit-Apple kaufen könnte), fröhlich absetzen lässt? Ich glaube nicht.

Mehr demnächst. Wenn ich beim Optiker leide. Und die Welt verschwimmt. Dank erster Gleitsichtbrille.

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