Getaggt mit: 42’

Suchst du…? Willst du…?

 - von wortkomplex

Als Ergebnis eines nächtlichen Chats (man lebt und redet ja schließlich betrübenderweise 2.0…) habe ich  einen genaueren Blick darauf geworfen, mit welchen Suchanfragen man so hierher gelangt. Mit “ich will sex!” verfrachtet Google einen zwar nicht auf den Wortkomplex wie das offenbar bei anderen der Fall ist. Aber siehe da: Auch bei mir läuft das ein oder andere Amüsante auf. Sei es mittels “Erdbeerkram”, “hinterhältig”, “helfen fenchel schwitzen”, “böse Wespe” oder “hühner legen im sommer keine eier” – irgendwie kommt jeder hier an. Auch “poetisches Liebesgeständnis” und die Erklärung zu Mr. Silencers Nickname führen Suchende zu mir. 

Eloquente Antworten auf all solch weltbewegende Fragen zu geben machen andere aber schon viel zu gut. Deswegen spare ich mir meine sinnlosen bis sinnbefreiten Aussagen zu “ist er Mr. Right?” (lieber nicht die Cosmopolitan zur Hilfe nehmen!) und “was bedeutet Seelenstriptease?”

Stattdessen löse ich endlich auf, was die Menschheit am meisten beschäftigt. Glaubt man zumindest meiner Suchstatistik. Und das wären…

  • Nervtötende Fliegen. Wahlweise auf dem Schreibtisch sitzend, nachts summend oder einen um den Schlaf bringend. 
  • Die Frage “Willst du mit mir gehen?”.

Ersteres ist recht unergiebig. Dass Fliegen nerven, wissen wir alle. Faszinierend daran ist höchstens, dass sich Betroffene auch zu diesem Thema online nach Leidensgenossen umschauen. 

Also auf zum zweiten Problem… “Willst du mit mir gehen?” In der Tat eine Frage, die die Welt zu bewegen scheint. Und eine vielfältige obendrein. Da wird nach “willst du mir mir gehen brief”,  ”willst du mir mir gehen karte” und “willst du mir mir gehen zettel” gesucht. Nach “willst du mir mir gehen ja nein vielleicht später”.  Oder einfach nach dem tiefgründigen “willst du mir mir gehen wohin?”. Der ein oder andere beschäftigt sich sogar mit einem “willst du mir mir gehen layout”, das über die althergebrachten Karokästchen hinaus geht, oder sucht gleich nach “willst du mir mir gehen vorlagen”. Simpel gestaltet sich da schon fast “willst du mit mir gehen wie soll ich fragen”. 

Ganz neue Einnahmequellen tun sich da auf! Postkarten! E-Mail-Vorlagen! Und wenn das nicht mal einer iPhone-App bedarf… Obwohl “Willst du mit mir gehen?”-Frager und iPhone-Nutzer vielleicht nicht unbedingt in der gleichen Altersklasse liegen. 

Erstere rechen ich noch zu den Fragestellern nach “wie soll ich mädchen fragen ob die mit mir gehen will”, Letztere sehe ich auf der Suche nach “alternative zu willst du mit mir gehen”. Als – zur Abwechslung völlig ungeekigen – Lösungsvorschlag möchte ich dazu eine sehr gute Freundin sinngemäß zitieren: “Wie im Kindergarten. Haut euch endlich ‘ne Schaufel über den Kopf und gut ist.”

Und ansonsten: 42!

Seelenstriptease.

 - von wortkomplex

Geständnisse mitten in der Nacht. In den letzten Tagen zusammengeklaubt. Und in meinem ständigen Begleiter, einem kleinen schwarzen Moleskin (blanco! ganz wichtig, zumindest mir) notiert. Und so möchte ich noch nachliefern, warum ich eigentlich hier bin.

Vor ziemlich genau zwei Jahren fing ich an zu bloggen. Der Anlass: eine persönliche Krise. Genauer: Beziehungskrise. Schreiben soll ja bekanntlich helfen. Hat es zwar nur temporär. Statt Krise hat sich aber mittlerweile alles zu einem Gefühl von Freiheit gewandelt. Und es ist mal wieder Zeit, zum Schreiben.

Auch dieses Mal wird mein Blog weder die Menschheit verändern noch überhaupt viele Menschen interessieren. Eine Aussage, auf die ich in den vergangenen Tagen eine schöne Antwort bekam:

Klaro wird es nicht die Welt verändern. Aber vielleicht ja deine Welt. Irgendwie. Und dann ist dem Ganzen ja schon eine Daseinsberechtigung zuzusprechen…

Und genau so soll es sein. Es geht um meine Welt. Oder zumindest die, in der mein Kopf und manchmal auch mein Herz stecken. Der Ansatz ist ein anderer als vor zwei Jahren – ohne dass ich allerdings den alten je konkret vor Augen hatte. Kleinigkeiten aus meinem Alltag sollen hier nun ebenso auftauchen wie ganz persönliche Blicke und manchmal konfuse Gedanken. Seelenstriptease light, sozusagen… die ganz großen Geständnisse werde ich mir dann doch eher vorbehalten.

Übergeordnete Relevanz mag hier auf der Strecke bleiben. Relevant an sich ist das Geschreibsel aber doch. Für mich. Und wenimmer es noch interessieren mag. Relevant ist es dann, wenn der ein oder andere Spaß daran hat, hier Neues zu lesen und teilzuhaben. Relevant ist es dann, wenn ich dem ein oder anderen das Gefühl geben kann, dass er mir etwas bedeutet. Oder doch manchmal mancher schmunzelt. Oder grübelt.

Nun verspätet: Willkommen in meiner Welt!

Müll bitte fachgerecht trennen und entsorgen.

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