Getaggt mit: Fernsehen’

Die Intuition und du…

 - von wortkomplex

Gerade über etwas gestolpert – das nicht in den Untiefen meines Köpfchens verschwinden soll… 

“Never trust second thoughts. Next thing you know there’ll be a third and a fourth… you’ll be thinking forever!”

Hach. So nette Worte von Richard Fish. Sollte ich mir auch mal zu Herzen nehmen. Andere auch.

Und Eli Stone soll das erst Mal nachmachen. Pah.

Es grüßt: Das Tanzende Baby.

 - von wortkomplex

Tim Goodman hat zum Serienstart von “Eli Stone” in den USA schon Anfang 2008 eine interessante Frage gestellt: “Is Greg Berlanti the new David E. Kelley?” Zugegebenermaßen noch nicht ganz so weitgehend wie meine, als ich den heutigen SPON-Artikel zu “Eli Stone” gelesen habe. Die ging eher in die Richtung: “Klaut Greg Berlanti ganz dreist bei David E. Kelley?”

Parallelen scheinen so offensichtlich. Von den Namen “Eli” und “Ally” mal ganz abgesehen. George Michael auf der einen Seite, Barry White und Al Green auf der anderen. Visionen von Straßenbahnen in der Kanzlei vs. eine Anwältin, die durch eine Kanzlei schwimmt, die sich ganz nebenbei in ein Aquarium verwandelt hat. Um nur einige zu nennen, die mir spontan einfallen. Und selbst die medizinische Erklärung für Stones Halluzinationen – ein cerebrales Aneurysma, sprich eine krankhafte Blutgefäß-Erweiterung im Gehirn – ist nicht weit weg von Ally McBeal. Nur ist es dort Billy Thomas, Allys Jugendliebe, der in späteren Folgen massive Halluzinationen entwickelt – Grund: Hirntumor. 

Ganz offenbar sind es aber Ähnlichkeiten, auf die der Artikel-Verfasser nicht im geringsten kam. Wie sonst lässt sich folgende Passage erklären:

Dafür tröstet die Anwaltsserie mit Schauwerten, die es in diesem Genre sonst eben nicht gibt. Aberwitzig schieben sich Elis Visionen in seine Arbeitswelt: Einmal bimmelt gar eine von San Franciscos pittoresken Straßenbahnen in die Lobby seiner Kanzlei, ein anderes Mal wird er von einem Flugzeug durch die Straßen der Stadt verfolgt wie einst Cary Grant in Hitchcocks “Der unsichtbare Dritte”.

Hm, ist klar. Selbst Stern.de kriegt die Verknüpfung zu “Ally McBeal” hin. Wenn ich mir dort auch ob der Verwechslung von Barry Manilow und Barry White an den Kopf fassen muss. 

Heute läuft “Eli Stone” also auf Pro7 an. Als bekennender “Ally McBeal”-Anhänger bin ich sehr gespannt auf das Serienkonzept – vielleicht findet sich tatsächlich eine Antwort auf meine eingangs gestellte Frage. Konsequent wäre es ja, wenn irgendwo noch das Tanzende Baby auftaucht. Als “Alias”-Schauer bin ich außerdem neugierig auf einen singenden und tanzenden Victor Garber.

Den SPON-Artikel-Verfasser möchte ich übrigens vor “Scrubs” setzen – bis er alle Referenzen gefunden, benannt und zugeordnet hat. Außerdem scheint es derzeit sehr sommerlochig, ein bisschen auf SPON zu schimpfen. Und ich zelebriere ja das Sommerloch…

Bausparen und Modeln

 - von wortkomplex

Es ist vorbei. Deutschland kann sich glücklich schätzen: Es hat noch ein Topmodel. Jedenfalls dem Namen nach, vielleicht aber sogar mal ein erfolgreiches. Pro Woche laufen nun zwei Stunden weniger Klum über deutsche Fernseher. Dank der Werbung, die sie trotzdem noch macht, dürfte ihre Nettospielzeit jetzt bei gefühlten zehn Stunden liegen. Aber zum Punkt: Das Finale von Germany’s Next Topmodel grenzte an Quälerei, fast hätte ich noch eine Flasche Pepsi light Limited Edition mojito dazu aufgemacht.

Bevor in den nächsten Tagen empörte Menschen Kommentare und E-Mails schreiben, möchte ich noch etwas vorweg schieben. GNT schaue ich grundsätzlich mit großem Vergnügen und habe diese Staffel kaum eine Folge ausgelassen. Das Konzept ist einfach fantastisch. Es hält weiblich, männlich, jung, alt, dick, dünn – einfach alle – irgendwie vorm Fernseher. Entweder weil sich daran gestoßen wird, weil es als Projektionsfläche dient oder Identifikationspunkte liefert. Oder weil die Frauen einfach nur geil sind (naja…). Wenn ich groß bin, möchte ich auch mal die Idee zu so einer Show haben. Und auch Heidi Klum mit zig Werbeverträgen und noch zigeren Millionen bewundere ich durchaus.

Allerdings fordere ich die Zwangsscheidung von Heidi Klum und Seal. Diese Doppelvermarktung und -auftreterei kann sich ja keiner mehr mit ansehen. Oder hören. Dazu kamen platte Wortwitze und böse Grammatik gleich nach abgelutschtem, schlecht abgemischtem Seal-Song und peinlichem Klum-Einlauf. “Peyman, was war dieses Mal anders als wie die ersten beiden Staffeln?” Und zu Rolfilein: “Wie fühlt man sich denn so nach dem ersten Mal?” *zwinkerzwinker*

Leider war die gleich folgende Jade-Werbung für eine neue Wimperntusche denn auch denkbar ungünstig platziert. Sowohl bei “endlich klum[p]frei” wie auch bei “kein verklum[p]en mehr” blendete mein strapaziertes Hirn automatisch den einen entscheidenden Buchstaben aus. Auch die mittlerweile obligatorische Quizfrage zu Werbebeginn war liebevollst clever gewählt. “Was bekommt die Siegerin? Einen Bausparvertrag? Oder einen Modellvertrag?”. Meine Prognose: Läuft ihre Karriere ebenso unglaublich hammermäßig erfolgreich wie die ihrer Vorgängerinnen, wäre sie mit Bausparen besser dran.

Kleiner Exkurs an dieser Stelle: Besagte Vorgängerinnen, Lena Gercke (heute 20) und Barbara Meier (noch 21), wurden für die Backstage-Moderation recycelt. Für eine wirklich schlechte Backstage-Moderation. Geprägt von Sätzen wie: “Die drei haben ganz tolle Rokoko-Kostüme an. Die sehen ganz toll aus.” Toll. Gut, dass diese Einspieler kurz und selten blieben. Oder auch nicht. Denn in der übrigen Zeit sang Seal. Und wenn der nicht sang, wurde Monrose rausgeholt. Für sie gab es zum Abschied einen völlig uneinstudierten, spontanen, vor Begeisterung überbordenden Peyman-Satz: “Schon wieder ein Ohrwurm von Monrose. Letztes Jahr hatten wir ja Hot Summer.”

Aber zurück. Auf Jennifer Hof (17), Janina Schmidt (24) und Christina Leibold (21) wartete natürlich der Modelvertrag. Und die, zumindest mit großen Worten versprochene, internationale Topmodel-Karriere. Jenny mit den 1,13-Meter Beinen – die so wirkt, als wären die Extremitäten zu lang zum Kontrollieren. Janina mit der Laufsteg-Natur – die aussieht, als brauche sie zum Modeln erst eine Augenpartie-Straffung. Und Christina, das kleine süße Bambi – die trotz von Schmatzschmatz-Heidi propagierter Totalwandlung einfach immer noch schaut, als sehe sie zum ersten Mal einen Spiegel.

Wer nun argumentiert, die Dame mit den längsten Beinen hätte gewonnen, liegt schlicht mal völlig daneben. Nicht dass die beiden anderen Finalistinnen schlecht waren, genug Aufträge hatten sie ja an Land gezogen. Schon alleine ihr Alter ist allerdings ein internationales K.O.-Kriterium, auch ihr Aussehen dürfte in der großen weiten Welt floppen. Haben wir nach Staffel eins und zwei schon erlebt. Jenny hingegen wurde im Verlauf der dritten Staffel bereits auf den angesagten Agyness Deyn-Look gedrillt. Sie ist soeben 17 geworden. Sie ist formbar. Sie kann noch zum Laufsteg-Modell ausgearbeitet werden. Und so ist es die einzige richtige Konsequenz aus den vergangenen Staffeln – und den daraus resultierenden unglaublich hammermäßig erfolgreichen Karrieren -, dass sie gewonnen hat.

Zum Schluss muss ich zugeben: Ich kannte die Ergebnisse, seit einigen Wochen kursieren sie im Netz. Schon alleine deswegen ersparte ich mir dieses Jahr die kleine Weiberrunde dazu und beschäftigte mich mit Uni-Krams und – passenderweise – Formen des internationalen Terrorismus. Dabei haben wir Übung. Selbst zu Gülcans Traumhochzeit gab es ein Prosecco durchtränktes Event. Aber die war auch spannender. Sebastian Kamps hätte doch noch “Nein!” sagen und schreiend weglaufen können. Selbst SPONk wusste schon vorab, was bei GNT-Sache ist – und gibt das auch zu. Keine zehn Sekunden nach dem Ergebnis stellte ein fleißiger Praktikant schon den richtigen Artikel online. Sogar ohne das ganze Internet zu löschen.

P.S.: Wenn schon nicht Zwangsscheidung, dann doch wenigstens die vernünftige Überlegung, was im Rahmen und was zu viel Family-Booking ist.

Disney und die Romantik

 - von wortkomplex

Früher hat uns Disney verdorben. Im Zusammenhang mit überzogenen Romantikvorstellungen und -erwartungen hört und liest man das ja des öfteren. Heute trägt das Fernsehen seinen Teil bei. In meinem Fall gerade: Grey’s Anatomy. Ich gestehe ohnehin ein, eine gewisse Schwäche für Patrick Dempsey zu haben (womit ich sicher nicht alleine auf dieser Welt bin…). Nun habe ich gerade das Season 4-Finale von Grey’s Anatomy gesehen.

Herzschmerz. Aber ganz böse. Und ab jetzt zumindest ein bisschen spoilerish.

Und dann möchte man (frau?) doch am liebsten nur noch ausschließlich in Großbuchstaben schreiben: ICH WILL JEMANDEN, DER MIR EIN HAUS AUS KERZEN BAUT. Und dann seufzt man (frau?) erst einmal. Und kommt zurück in die Realität. Wo hatte die bloß plötzlich all die Kerzen her? Wie hat die das da mal eben hingebastelt? Und dann noch angezündet? Haare und Make-Up sitzen perfekt? Das gibt’s eben nur im Fernsehen. Und in Disney-Filmen.

Ganz ehrlich wünscht man (frau?) sich dann in der Realität doch auch ganz andere romantische Dinge. Einen schönen Abendspaziergang mit halbwegs tiefgründigen, vertrauensvollen Gesprächen. Gemeinsam auf einer Sommerwiese liegen und den Sonnenschein genießen. Oder… oder eben die ganz kleinen Dinge im Alltag, die sagen “Du bist mir wichtig.” Zumindest geht es mir so.

Ein Gutes hatte das Final-Peeking: Ich habe gerade “The Quest” von Bryn Christopher neben “A Drop in the Ocean” zu meinem persönlichen Favoriten erkoren. Und manchmal kann ich einfach den deutschen iTunes-Store so gar nicht leiden.

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