Getaggt mit: frauenzeitschriften’

Cosmopolitan deckt auf…

 - von wortkomplex

Über Cosmopolitan wurde an dieser Stelle schon viel gesagt. Deswegen nun auch noch der Hinweis auf die großartigste Entdeckung des Cosmopolitan Man Pleasing Institute:

Besuchen!

Wir dürfen auf viele horizonterweiternde, lebensverändernde, brandneue, noch nie dagewesene Cosmopolitan-Cover und Titelthemen gespannt sein.

BTW: Bei dieser Gelegenheit möchte ich gestehen, dass ich Imperativen viel abgewinnen kann. Merken!   

Sozialpsychologie – stark, smart, sexy

 - von Wicked Bitch

Ein Gastbeitrag von Wicked Bitch

Mr. Right und ich haben kürzlich die Formelsammlung für Unkreative das „Handbuch für Sex-Göttinnen Teil III: 169 Venus-Formeln“ aus der Cosmopolitan zur Hand genommen und ein wenig darin geblättert. Man weiß ja nie, welch biedere Kleinmädchenphantasie verruchte neue Idee sich darin noch verbergen könnte. Denn wer weiß, vielleicht wird es uns ja doch mal zu langweilig.

Es handelt sich dabei um Teil 3 einer Serie, die alljährlich im August als kleines Heftchen auf die Zeitschrift vorne drauf gepappt wird, damit es in Deutschlands Betten und vor allem anderswo wieder munterer zugeht. Denn wenn man diesen Heftchen glaubt, leidet die ganze Nation an unbefriedigter, missverstandener und schlecht behandelter Libido.

Dass man auf Teil 3 immer noch „169 GANZ NEUE, NIE DAGEWESENE Tipps“ draufschreiben kann, sollte stutzig machen. Und in der Tat ist nicht viel drin, was man nicht schon mal im Freundeskreis aufgeschnappt irgendwo gehört oder in der Bravo irgendwo gelesen hätte. Immer wieder das gleiche Spiel: Ziehen Sie sich heiße Dessous an, spielen Sie Rollenspielchen, legen Sie rhythmische Musik auf, lesen Sie zusammen das Kamasutra, fragen Sie sich gegenseitig über Ihre Phantasien aus. Alles irgendwie schon mal dagewesen.
Das Interessanteste an diesen Heftchen ist vielmehr der Metadiskurs: Wie läuft eine Redaktionskonferenz zum Thema Sextippheftchen ab? Wer nimmt daran teil, und schaffen es diese Personen, sich gegenseitig in die Augen zu sehen? Wer formuliert die Texte, und müssen für jeden vulgären Ausdruck 5 Euro ins Floskelschwein gesteckt werden? Ist beim Korrekturlesen Lachen erlaubt, oder darf man nur pfeifen und „hui, hui“ sagen? Beäugen sich Cosmopolitan-Redakteurinnen gegenseitig und werfen sich vielsagende Blicke zu, wenn sie einen besonders verdorbenen Artikel erzeugt haben? Nennen sie sich gegenseitig „kleine Schlampe“ und ihren Liebsten „geile Sau“?

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Mr. Right verstehen

 - von wortkomplex

Er ist 1,79 m groß. Wiegt 83,5 Kilo. Verdient 3702 Euro brutto im Monat. Außerdem trinkt er 540 Gläser Alkohol pro Jahr und sieht 1200 Stunden fern. Ach ja: er ist Schlafanzugträger. 

Das ist er also. Mein Mr. Right. Oder zumindest das, was ihm nahe kommt. Mein Traummann entspricht nämlich in ungefähr dem deutschen Durchschnittsmann.

Das hat mir die aktuelle Ausgabe der Cosmopolitan geflüstert. Während Silencer sich also mit einer meiner Vorlieben, der Vanity Fair, vernichtend auseinandersetzte, lag ich faul am Strand – und konnte einer weiteren Versuchung nicht widerstehen. Wie kalesco nämlich zu Neuigkeiten aus dem La-La-Land vollkommen richtig bemerkt, kriegen einen (Frauen, ähäm… hm, mich) Titel-Ankündigungen wie “So denken Männer wirklich” gelegentlich und in schwachen Momenten. Dieses Mal: Das Single-ABC. 

Ulysses langweilte sich somit ohne mich. Und ich amüsierte mich mit einem seltsamen Magazin-Konstrukt, in dem sich tatsächlich alles darum dreht und darauf reduziert, wie frau Männern den Kopf verdreht, sie ins Bett, schließlich ins gemeinsame Haus und am Ende vor den Altar kriegt. Aber abgesehen davon war’s ganz informativ. 

1650 wurde nämlich die erste Kontaktanzeige aufgegeben, erfahre ich unter “F wie Flirtmarkt”. Im “K wie Kühlschrank” hat immer eine Flasche Champagner für den Notfall zu sein. Und bei eventuell auftretender “P wie Panik” (dass ich nie den Mann fürs Leben finde…) soll ich mir den abschreckenden Liebesfrust von Paaren anhören. Pflicht ist außerdem das “S wie Survival-Kit” – das “Slut Overnight Kit” ist jedenfalls bei Amazon nach dem Cosmopolitan-Artikel zum Renner geworden: immerhin ist es ausverkauft. 

Und damit ich meinen evtl. auftretenden Mr. Right auch verstehe und nicht demnächst entnervt mit dem anderen Geschlecht abschließen muss, empfiehlt mir Cosmopolitan “He’s Just Not That Into You: The No-Excuses Truth to Understanding Guys”  unter “E wie Er steht einfach nicht auf dich”. Mja. Genug wirklich ungeschminkte und harte Wahrheit kriegt man ja sonst nicht. Nie. Dass übrigens die F.A.S. das Buch in einem eigentlich elaborierten Feuilleton-Artikel als schönen Gegenentwurf zum sehr gehypten Adam Soboczynski-Werk “Die schonende Abwehr verliebter Frauen oder Die Kunst der Verstellung” heranzog, gibt mir zu denken. Auf die ein oder andere Weise. 

Was hat mir das Single-ABC jetzt also gebracht? Was hat mir die Cosmopolitan gebracht? Was das dort vorgetragene, recht “interessante” Bild von weiblichen Singles? Nichts.

Oder doch – zwei Dinge sogar! Erstens einen Blog-Eintrag. Und zweitens tiefstes Verständnis für Männer (aha!), die es gar nicht leiden können, wenn Frauen entsprechenden Quatsch lesen. Aber bei der nächsten Überschrift bin ich trotzdem wieder dabei.

Neuigkeiten aus dem La-La-Land

 - von Silencer

Gastbeitrag von Silencer

Psssssst… hey, ja, du… pssssssssssst. Nicht so laut, hey! Eigentlich bin ich doch noch mind. 24 Stunden nicht hier… aber psssst: nicht verraten.

Tja, zu spät. Nun haben es alle mitbekommen.
Gestatten, Silencer mein Name. Ich bin hier gerade der Blogwart.
Habe mich eben durch die Hintertür reingelassen und muss sagen: Tatsache, niemand hier. Weder Frau Wortkomplex noch das Wiesel.

So, und nun? Alle Leute der Blogroll hierhin einladen und Party machen? Ach, nein – das wäre unfair. Es soll hier ja nicht aussehen wie auf einem Schlachtfeld, wenn die eigentliche Autorin dieses Blogs zurückkommst. Niemand mag Schmuddelblogs, in deren Ecken man noch Krümel und alte Socken findet.

Nun gut, dann nutze ich die Zeit und schreibe hier mal über etwas Relevantes. Natürlich auf die Vorlieben von Frau Wortkomplex zugeschnitten, damit zumindest ein klein wenig Kontinuität vorhanden ist. Also, über was könnte ich mal schreiben?

Hm. Schlimme Bürodialoge? Neue Gadgets? Promis vielleicht?
Eine Anregung könnte ich mir vielleicht in der, von Wortkomplex geschätzten, “Van.ity Fair” holen. Obwohl, eher doch nicht. Ich kann mich daran erinnern das Ding auch mal gekauft zu haben, aber NUR weil eine DVD mit einem Hepburn-Film drin lag. In einem unbeobachteten Moment habe ich dann auch mal ins Heft geschaut. Und war doch etwas irritiert.

“Va.nity Fair” geht nämlich so: Diesen Artikel lesen »

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